14.9. 5 Jahre Blog

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Jetzt habe ich es doch glatt versäumt – mein eigenes Betriebsjubiläum!! Muss echt überlegen, was am Samstag war – ach ja, vormittags war ich auf Hausbesuch und habe eine ältere Dame behandelt und mittags habe ich mich mit einem meiner ehemaligen Pflegekinder in der Gartenlaube getroffen. Ein ganzer Samstag voll in der Freude! Staune selbst immer wieder über meine Hellfühligkeit und Fähigkeit, das Leben von Menschen zu erleichtern und in die Freude zu bringen. Mich kann einfach nichts schrecken.

So viel geschehen in den letzten 5 Jahren, kann mich an vieles gar nicht mehr erinnern…. doch an den Satz einer Freundin auf dem Berg:  „Schreiben – dann schreib halt einen Blog!!“, an den erinnere ich mich genau. Vor allem erinnere ich mich an das Gefühl von Weite und Freiheit und Neubeginn. Und irgendwie war immer dieses tiefe Wissen und Vertrauen in mir, dass alles, wirklich alles, neu aus dem Blog und dem Schreiben in und über die Freude entstehen wird.

Und tatatataa: genauso ist es gekommen. Ich habe mich in schwierigsten Zeiten selbst in der Freude gehalten, habe an mich geglaubt, dem Leben und der Liebe in mir vertraut. Alle Wegbrüche und Umbrüche gut gemeistert, Widerstände und Ängste liebevoll aufgelöst, mich von den inneren Impulsen leiten und mich einfach von nichts und niemanden verrückt machen lassen. Wirklich cool. Dann die nochmals heftigen Wochen im Juli vor meinem 60. Geburtstag: konnte kaum laufen nachdem mir ein Tisch auf den Zeh gefallen war, fühlte mich alt und schwer. Ideenlos, kraftlos, müde.

Um dann am Morgen meines Geburtstages aufzuwachen mit einem vorher nie dagewesenen Gefühl von Freiheit und Weite. Und der Erkenntnis dass ich es mir jetzt wirklich erlauben kann, die „verrückte Alte“ zu sein. Voll und ganz. Dies hat mir vor ein paar Tagen einen wunderbaren Auftrag eingebracht, der Geschäftsführer einer sozialen Einrichtung schätzt meine Verrücktheit und eigene Sicht auf das Thema Inklusion!

Und so feiere ich eben heute mein fünfjähriges Blog-Jubiläum mit einem Cappuccino und ganz besonders feiere und ehre ich EUCH, ihr lieben Leserinnen und Leser.

Freut Euch!

 

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Ein guter Plan….

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Letzte Woche habe ich spontan den Schreibtisch gegen einen Ausflug an den Starnberger See getauscht, die warme Luft und das Spätsommerlicht haben mich hinaus gelockt und ich wurde belOHnt mit Urlaubsfeeling. Strandbad, köstliches Essen, Blick über den See und sogar noch Schifferl fahren. Einfach schön. Sooo schön, dass ich beschloss, dasselbe noch einmal am Sonntag zu wiederholen. Morgens um 4.00 Uhr aufstehen, mit dem Zug um halb sechs nach Tutzing fahren, in der Dämmerung hinunter an den See laufen, die perfekten Sonnenaufgangfotos machen und in der morgendlichen Stille im See schwimmen, immerhin noch 20 Grad Wassertemperatur. Also wirklich – der Plan war gut! Bin auch wirklich um viertel vor vier aufgestanden, der Mond schien helle in der klaren Nacht, Kaffeechen getrunken, halbe Stunde zur S-Bahn gelaufen (fährt ja noch kein Bus zu so früher Sonntagsstunde), den Zug locker erreicht (voll mit Nachtschwärmern auf dem Weg nach Hause und ins Bett), gemütlich zum See spaziert durch das tief verschlafene Tutzing), sogar eine geöffnete Toilette am Wegesrand….. und dann – Nebel. Dicker Nebel über dem See! Treffe ein paar Hunde mit Frauchen sowie einige Stative ebenfalls mit Frauchen, die Segelboote schaukeln leise vor sich hin, alles so schön, doch einfach keine Sonne.

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Unruhe macht sich in mir breit – für was bitte stehe ich so bald auf um den perfekten Sonnenaufgang über dem See zu fotografieren – und dann Nebel. Im Nebel stochern…… Wandle von Bank zu Bank, lasse auf mich wirken was gerade geschieht. Ist doch oft so im Leben, wir haben eine Idee, einen Plan – und dann ist alles anders. Fühlen was das im Innen macht, leichte Enttäuschung, das Glücksgefühl bleibt aus. Wie an Weihnachten, wenn das Geschenk anders ist als gewünscht und erwartet….. Ah da ist es wieder, ein altes Gefühl, das gerade angetriggert ist. Mit einem Mal weiß ich auch, warum ich hier bin: Einfach nur ein altes Gefühl wahrnehmen, beobachten und loslassen. Was für ein Geschenk am Sonntag Morgen.

Kann mit einem Mal die Situation genießen so wie sie IST. Dann eben Nebelbilder….. schaut so aus, als ob der Geist Gottes über den Wasser schwebt….. Traue mich sogar ins Wasser und schwimme eine Runde, achte darauf mich nicht zu verschwimmen. Wie oft verschwimmen wir uns im Alltagsnebel, verlieren wir die Orientierung – wenn wir nicht ganz mit unserem inneren Navi verbunden sind.

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Lande dann irgendwann im Strandbad Feldafing, es erwartet mich ein köstliches Frühstück – und die Sonne. Wie gut dass ich meinem inneren Impuls gefolgt bin, den inneren Schweinehund überwunden habe und so viel mehr erleben und erfahren durfte – über meinen Plan hinaus.

http://www.strandbad-feldafing.de/index.php

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Abendliches Leuchten

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Noch einmal eine kleine Runde zurück vor meinem Morgenkaffee….. Gestern war ich wirklich fleißig, habe viel geschrieben und von innen nach außen gebracht. Ist ja so eine Sache, sich mit den eigenen Themen zu zeigen. Mittags war ich schon eine Runde laufen und abends hatte ich dann noch mal das Bedürfnis nach „echtem“ Leben und Bewegung. Den ganzen Sommer wollte ich schon zum Sonnenuntergang an die Isar, also nichts wie los vor dem nahenden Herbstanfang.

Einfach den Impulsen folgen und im Lehel aus der U-Bahn steigen….. ein paar Schritte zu Fuß hindurch durch Autoschlangen und schon bin ich da. Vertraut ist sie mir in diesem Sommer geworden, diese Isar, die an vielen Stellen frei durch die Stadt fließen darf. Es ist mir noch einmal richtig bewusst geworden, wie schön das ist, wenn sich ein Fluss „frei“ bewegen, mäandern, ausdehnen darf. Was ja eigentlich das Natürlichste von der Welt ist.  So wie auch wir uns frei bewegen, mäandern und ausdehnen dürfen, DAS ist unser natürlicher Zustand!

Seltsam ruhig und friedlich – so mitten in der Stadt.

Ein Turm leuchtet im Abendlicht und erinnert mich daran, dass ich Leuchtturm bin. Früher wollte ich das nicht sein, wollte nicht alleine da oben sitzen und vor mich hin leuchten und die Motten und Mücken anziehen. Habe gemerkt, dass ich es nicht mehr ablehne oder sein möchte, weil ich es bin. Einfach so aus mir heraus. Bin da in meiner Freude und lasse sie aus mir heraus leuchten und strahlen.

Die Mondin lächelt zwischen den Bäumen und ruft mir zu:  „Alles gut, alles im Fluss“

Ein Brunnen plätschert vor sich hin und singt sein gluckerndes Abendlied.

Und dann zum Abschluss noch ein Klavierspieler mit sanften berührenden Klängen.

Also wirklich – ich sollte mich öfters am Abend noch einmal aufmachen…. und viel mehr erleben als einen Sonnenuntergang an der Isar……

Egal was ist …

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… ich wähle die Freude.

Das ist wirklich meine größte Herausforderung – wähle die Freude, wähle sie für dich, für die ich mich schon vor langer Zeit entschieden habe, für die ich überhaupt hier bin.

Egal was ist…ob es nun regnet und kalt ist, ob mich jemand komisch anmacht oder ablehnt, ob ich mich unwohl fühle oder krank bin, ob sich unüberwindbar erscheinende Hindernisse vor mir auftürmen – ich wähle die Freude, meine allerbeste und langjährigste Freundin.

Freude macht auf in mir, strömt quicklebendig durch Herz und Zellen, verändert schwere Stimmung und Schwingung. Das Leben ist als Freude gedacht!! Wenn ich so um mich herum blicke, dann könnte ich es womöglich vergessen oder nicht glauben. Doch alles, wirklich alles, strebt in die Freude und verbindet uns mit der Liebe, die wir sind.

Als Kind habe ich so sehr unter Lieblosigkeit gelitten, kein Wunder – es waren noch so viele Verwundungen in den Menschen nach all den Kriegen, Verlusten, Traumata. Habe es nicht verstanden als Kind, konnte es kaum aushalten. Sowohl wenn ich selbst Lieblosigkeit erfahren habe als auch beim Beobachten dessen wie die Menschen miteinander umgehen. Das hat mich traurig werden lassen, tieftraurig, in der Tiefe traurig in meinem Herzen. Und noch heute kann ich mit Lieblosigkeit nicht so gut umgehen, das ist eine zarte verwundete Stelle in mir. Weil ich weiß, dass es mit Lieblosigkeit wirklich niemanden gut geht, wir uns selbst und anderen nur schaden, neue Kratzer und Wunden verursachen.

Umso mehr freue ich mich, wenn es gelingt, die Energie von Freude zu halten, mich darauf zu fokussieren, der Traurigkeit keinen Raum mehr zu geben, kein dauerhaftes Zuhause, sie einfach ziehen zu lassen. Sie darf da sein – als Gast, als Besuch. Sie wird in meiner Herberge der Freude empfangen, begrüßt, bewirtet, vielleicht sogar mal benächtigt und verarztet. Und dann mit einem Kuss verabschiedet.

Weil ich die Freude wähle, meine Herberge der Freude, mein Freudenhaus.

Möchtest auch Du ganz in deiner Freude sein? Dann kannst Du mich als Deine Freudeexpertin buchen und ich begleite Dich in Deine Freude. Ich weiß wie es geht!

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Bel-OH-nung

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In dieser Woche im Selbstliebekurs ging es um Wertschätzung für sich selbst, für alles was wir in unserem Leben schon geschafft haben, für unsere Talente und Fähigkeiten, unser Durchhaltevermögen auch wenn uns das Leben mitunter heftig durchschüttelt. Und dann kam es daher, dieses Wort Belohnung. Belohne dich selbst für alles was du geschafft und geschaffen hast, belohne dich für deine Liebe und dein Sein in der Welt. Schluck.

Auf Belohnung hatte ich echt eine Ladung drauf. Wenn du das und das machst, dann bekommst du eine Belohnung, beim Zahnarzt sogar Gummibärchen, wie aberwitzig. Und wie oft haben wir etwas gemacht wegen der winkenden Belohnung und nicht aus einer inneren Motivation oder Überzeugung.

Irgendwann habe ich dann meinen ersten Lohnzettel in der Hand gehalten, nach vier Wochen Ferienjob bei Siemens, fand die Summer großartig für vier Wochen Spaß.

Tja und dann mein erstes Lohnzettel als Erzieherin. Im Vergleich zum Ferienjob eher mager. Habe mich damit abgefunden, weil ich meine Arbeit im Kindergarten so sehr geliebt habe. Später in der Jugendhilfe der Evangelischen Diakonie hieß es in der Weihnachtsansprache des leitenden Pfarrers zu uns Mitarbeitenden: „Ihr Lohn ist, dass Sie dienen dürfen“. Er konnte überhaupt nicht verstehen, dass wir mit einem neuen Lohnsystem mit plötzlich 10% weniger Gehalt nicht einverstanden waren……

Wenn ich meine Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, Eltern, Kolleginnen und im nachbarschaftlichen Umfeld nicht so geliebt hätte….. eigentlich hätte ich wegen der vollkommen unangemessen niedrigen Belohnung auf die Barrikaden gehen müssen. Doch im kirchlichen Sozialbereich  ist eine heftige Ladung auf Lohn und gerechter Bezahlung drauf, die in keinster Weise den hohen Anforderungen entspricht. Der Sozialbereich stellt halt nichts wirtschaftlich wertvolles her…..ein Aspekt von vielen.

So – und nun sollte ich mich diese Woche selbst belohnen. Mit etwas was mir gut tut. Und möglichst sofort, nicht irgendwann.

Habe mich mit einem Cappuccino auf der Dachterrasse des Bayerischen Hofes belohnt und habe der Ladung, die in mir war, nachgespürt.

Belohnung     Lohn     L-oh-n     L-OH-n     OH!

OH – wirklich großartig was ich heute geschafft habe, bewirkt habe, geschenkt habe

OH – wirklich großartig wie ich bereit bin, jeden Morgen voller Freude aufzustehen

OH – wirklich toll, die geliebten Freundinnen, die einfach das sind

OH – wie schön ein freies und selbstbestimmtes Leben führen zu können

OH – ich bin gesund

OH – das Leben ist mir sowas von wohlgesonnen, belohnt mich ununterbrochen

OH – danke dass es mir so gut geht, auch wenn es mal zwickt oder klemmt

OH – DE an die Freude

Also – es macht ja richtig Spaß mit der Belohnung, ruft nach mehr. Die Ladung ist weg, hat sich in Luft aufgelöst, Selbstliebe ist gestärkt und aufgefüllt. OH! 

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Freude – Schreiben – Inklusion

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Eigentlich ist ja Sommerpause – eigentlich.

Doch seit meinem Geburtstag im Juli ist so viel los gewesen, dass ich gar nicht mehr zum Schreiben gekommen bin, zumindest nicht hier auf meinem geliebten Blog der Freude.

Bin ja an meinem Geburtstag aufgewacht mit dem Gefühl, „es“ geschafft zu haben und totaler Freiheit. Und das wird stärker in mir – je mehr ich es von innen heraus erlaube.

Hatte mich ganz unspektakulär bei den virtuellen Sommergesprächen mit Gabriele Linshalm angemeldet, die zwei Tage vor meinem Geburtstag gestartet sind. Fast vier Wochen lang  haben sich die Speakerinnen mit dem Thema „Mutig eigene Wege gehen“ beschäftigt, in den Interviews vom Mut in ihrem Leben und Business erzählt. Einfach toll und berührend.

Ich hatte es ja nur so leichte Sommerbeschäftigung gedacht….. hahaha. Das ging ganz schön in die Tiefe und ans Eingemachte. Bis ich mir ganz ehrlich die Frage stellen konnte: Wie will ich mit meinem „Business“ in der Welt sein? Wie kann ich auf meine Weise Freude als Landebahn der Liebe in die Welt bringen? Wie kann ich denn meine Herzensthemen Freude – Inklusion – Schreiben in einem Business oder Unternehmen zusammenbringen.

Es ist so einfach – in dem ich es einfach tue!

Die Themen auf unterschiedlichste Weise immer wieder neu verbinde und kreiere, mich dabei von meinem inneren Navi leiten lasse, es kennt den Weg!

So geht die Sommerpause nun langsam zu Ende, die Sommergespräche und der Selbstliebekurs sind vorbei und ich gehe voller Freude und Dankbarkeit weiter, rocke das Leben. Kann mich ganz und gar den Herzensthemen hingeben und sie zusammen mit anderen Frauen gestalten.

Zuversichtlich, dankbar, liebend, sanft und zärtlich, mitfühlend. Ach wie schön!

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Ganz besonders danke ich dieser wunderbaren Frau, die sich so sehr von ihrem Innersten leiten lässt und uns die allerschönsten Zusammenkünfte schenkt:

Gabriela Linshalm  https://www.facebook.com/groups/1149296808503628/

 

Wunderwerk

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Noch nie in meinem Leben war mir so bewusst wie heute Morgen, was wir Lebewesen doch für Wunderwerke sind!

War schon früh bei Milou, sie wollte auf den Arm genommen werden, kuschelte sich bei mir ein, schnurrte vor sich hin und schlief ein. Hab’s verstanden und ließ mich mit ihr auf dem Stuhl nieder. Betrachtete dieses weiche hingebungsvolle zurückhaltende Wollknäuel, spürte ihren Herzschlag und ihr schnurrendes Atmen.

Mit einem Mal traf mich die Erkenntnis, was dieses Wesen doch für ein Wunderwerk ist. Atmet einfach aus sich heraus, lebt, genießt, vertraut. Ist einfach – ohne sich dessen „bewusst“ zu sein. Oder vielleicht doch?

Lebt aus sich heraus, ist lebendig, warm, kommuniziert und zeigt Gefühle. Es ist doch wirklich ein Wunder wie ein Lebewesen aus sich heraus existiert.

Letztens sprach Peter Wohlleben über das Gefühlsleben von Pflanzen, ein ganz „normaler“ Förster. Er wurde gefragt, ob er jetzt auch noch esoterisch werde…….

Also wenn Staunen über das Wunderwerk Leben esoterisch ist, dann wei´ß ich auch nicht.

In der Schöpfung von Haydn haben wir im Circus Krone gesungen, wie wunderbar die Schöpfung ist. Wunder, wunderbar, Wunderwerk. Jetzt fällt mir erst auf, WIE genial es ist, in einem Circus mit vielen „wilden“ Tieren die wunderbare Schöpfung zu singen, zu loben, zu preisen und zu ehren.

Ich ehre heute dieses Wunderwerk Leben in Form von Pflanzen, Tieren und Menschen, dieses wundervolle Zusammenspiel von Schöpfung, Freude und Liebe.

Und Du?

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Milou

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Eine neue Freundin ist diese Woche in mein Leben getreten. Wir haben uns über eine Anzeige kennengelernt und treffen uns nun zweimal täglich.

Sie ist schön, wohlgeformt, trägt ein wunderschönes weiches Kleid und durchschaut mich mit ihren bernsteinfarbenen Augen.

Es hat ein paar Tage gedauert bis wir uns näher gekommen sind. Anfangs war sie sehr zurückhaltend, beobachtend. Vielleicht sogar ein wenig misstrauisch.

Doch Tag für Tag sind wir vertrauter miteinander geworden, heute morgen begrüßte sie mich überschwänglich mit vielen Küsschen. Drückte ihr Wohlbehagen durch intensives Kuscheln aus.

Sie ist unbestechlich, sie ist sie selbst, hatte auch mal einen Abend an dem sie traurig war, nicht mit mir gesprochen hat. An einem anderen Morgen war sie vorwurfsvoll weil ich wohl etwas zu spät kam. Sie zeigt mir direkt ihre Stimmung – ohne irgendwie nachtragend zu sein.

Ach Milou – danke für deine Freundschaft, die du mir gewährst, direkt und ehrlich.

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Und ich lerne wieder mal so viel über mich, über die Freundschaft mit mir selbst und über die Freundschaft mit dem Leben. Es ist wirklich so viel einfacher, wenn wir offen, ehrlich, klar und direkt sind. Geht ganz einfach – einfach nur trauen und sein.

In diesem Sinne einen freundschaftlich fröhlichen Samstag!

Hallo Frau Schnick!

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Regen trommelt an die Scheiben der Tram, lasse mich von ihr nach Hause fahren. Bin etwas müde, war ein langer Tag und komme gerade von einer Familie, die ich für ein paar Monate begleite. Traurig, nachdenklich ist mir, überlege wie es gelingen könnte, Freude in das Familiensystem hinein zu bringen……

Vergesse fast auszusteigen weil ich so in Gedanken bin, nichts wie raus aus der Tram und den Regenschirm aufspannen.

„Hallo Frau Schnick“ tönt es mir entgegen! Schaue etwas verwirrt unterm Schirm hervor, weil ich die Frau die in die Tram einsteigen möchte, auf den ersten Blick nicht erkenne.  Ist sie es wirklich, ist das Frau Vogel, die ich viele Jahre als Sozialpädagogische Familienhilfe begleiten durfte? Ja sie ist es – und ich staune einfach nur, staune und staune. Kann es kaum glauben wie sehr sie sich verändert hat, echt ein Wunder. Ich bleibe stehen, sie steigt nicht ein und wir reden bis die nächste Tram kommt. Sie erzählt mir, dass sie sich alles zu Herzen genommen hat was ich ihr empfohlen habe. Ruhiger werden, kleine Auszeiten in der Stille, Selbstliebe. Das redet sich so leicht….. und SIE hat es umgesetzt, Schrittchen für Schrittchen. Hat ihre Kindheit abgelegt, Alkohol, Mißbrauch, Gewalt, Lernbehinderung, Kinderheim. Inzwischen kann sie alleine sein, die Beziehungssucht ist weg, mit dem Rauchen hat sie aufgehört, ist vom Frauenhaus in eine eigene Wohnung gezogen, verdient selbst ihr Geld. Geht alleine Skifahren und Wandern, probiert immer wieder neues aus. UND liebt sich selbst, so wie sie ist. Wow wow wow!

Tram kommt, sie steigt ein, winkt mir noch einmal zu und weg ist sie. Was für ein Geschenk – diese Begegnung. Gerade als ich so zweifle an mir und ob ich richtig bin in meinem Sein, so wie ich eben bin. Tränen der Freude vermischen sich mit Regentropfen…

Und so hatte ich einige unverhoffte Begegnungen in den letzten Wochen mit ehemaligen Klientinnen, Pflegekindern, Patenmädels, Freundinnen. Es ist so eine Freude und Beglückung zu sehen, wie sie sich hinein entfalten in ihr inneres wahres Selbst. Wie sie strahlen und leuchten, wie sich sogar die Physiognomie verändert, ein schiefes Gesicht vollkommen ins Gleichgewicht kommt. Aus medizinischer Sicht unmöglich.

Doch ich weiß um die Kraft der Freude und Selbstliebe, glaube daran und vertraue darauf, bin so was von dankbar für all diese wundervollen Begegnungen.

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Der Liebe einen Raum geben

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Interessante Erfahrung: Gestern war ich in der Stadtbibliothek im Kulturzentrum Gasteig zum Schreiben, es gibt dort viele Plätze zum Arbeiten – war ganz überrascht als ich das vor einigen Tagen entdeckt hatte.

„Umgib dich mit Menschen die schreiben!“ – so meine inneres Navi. Und da ich dieser Stimme der Freude in mir traue, packe ich also mein Laptop, Stick, Brille, Wasserflasche und begebe mich direkt dorthin, gehe nicht über Los und auch nicht ins Gefängnis….hihihi – Monopoly aus Kindertagen lässt grüßen…..

Traue mich tatsächlich, mir einen schönen Platz zwischen all den jungen Leuten zu suchen, die sich mit Mathematik, Chinesisch oder Medizin beschäftigen.

Schreibe am Blog (den ich immer noch liebe wie am ersten Tag) und an der Geschichte von Sonja und Inklusion. Um mich herum ist eine konzentrierte Stille, selbst am Infoschalter wird nur leise gesprochen. Kein Handygebimmel, keine Telefonate, Stille in einer hohen Konzentration. Einzig unterbrochen von einer netten Durchsage, die mehrmals darauf hinweist, in wieviel Minuten geschlossen wird.

Bin so beglückt.

Darüber, dass ich meinem inneren Impuls gefolgt bin.

Darüber, dass ich mich getraut habe, mich zwischen all die jungen Menschen zu setzen.

Darüber, wie es schreibend aus mir fließt – so wie die Isar durch München….. Es fließt aus meinem Herzen und ich spüre, wie sich Liebe in mir ausbreitet und in mir und um mich herum ein heiliger Raum von Liebe entsteht.

Heiter. Hell und Licht.

Überall können wir der Liebe einen Raum geben. In uns und da draußen in der Welt. Wir brauchen nichts mehr verändern und bekämpfen oder retten wollen.

Einfach der Liebe einen Raum geben und vertrauen.

Den inneren Impulsen folgen und vertrauen.

Von Herzen viel Freude, ihr neuen Raumgestalterinnen und Raumgestalter.

Gasteig