Langau auf bunten Socken

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Wortwand Langau

Mit warmen Füßen und Freude im Herzen den Geist der Langau hinaus in die Welt tragen…. Aus einer leicht verrückten Idee ist vor einem Jahr in mir das Langauer Sockenprojekt entstanden. In der Gestaltung der Wortwand im Speisesaal wird der Geist der Langau sichtbar.

Basierend auf ihrem gold-gelben Grundton hat unsere Langaufreundin Anna Burgherr aus der Schweiz sehr weiche Merinowolle in „unseren“ Farben handgefärbt und das Sockenprojekt unter ihren Strickfrauen ausgerufen.

12 wunderbare Frauen aus der Schweiz, Italien, Österreich und Deutschland haben mit größter Freude und Kreativität diese Socken zugunsten der Langau gestrickt – Liebe in jeder Masche und länderübergreifende Inklusion.

Mit diesem Projekt legen wir den Grundstein für die künftigen Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung, sei es nun im INK Cafe, in der Manufaktur INK Sweets oder im INK Shop – nur einige der kreativen Ideen.

Hatte so viel Spa´ß daran, mit Anna zusammen dieses Projekt zu entwickeln, allein schon wegen der Telefonate in Switzer Dütsch – ich liebe es seit meiner Kindheit. Es ist so schön, strahlende Menschen zu erleben, die ganz und gar in ihrer Herzensfreude aufgehen, wenn sie das machen dürfen, was ihr größtes Talent und tiefster Herzenswunsch ist. Anna möchte einfach Menschen glücklich machen, auf ihre Weise mit ihrer Wolle.

Jedes Sockenpaar ein edles Unikat, manchmal gemustert, manchmal glatt gestrickt. Inzwischen entwickeln sich die hell- und dunkelgrauen Herrensocken zum Renner, wer hätte das gedacht…..

Und so gerne ich schreibe und innovative Inklusionsprojekte entwickle, zwischendurch liebe ich es auch mal ganz pragmatisch und handfest. Oder vielmehr strickfest.

Mein Weg führt mich nun erstmal weiter nach Hamburg, dank Telefon und Internet sind wir in Verbindung und gehen weiter voran für Inklusion, den ganz praktischen Lebens- und Erfahrungsweg für ein neues Miteinander.

Du möchtest auch ein Paar für Dich oder als Weihnachtsgeschenk? Dann nichts wie los, mach einen Ausflug in die Langau.

Mehr zu Anna auf https://www.facebook.com/anna.burgherr

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Licht am Ende des Tunnels…

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Holla – was war das denn für ein Tag? Einmal heftig durch die Mangel gedreht und am Ende des Tages sehe ich nun Licht am Horizont….. Freude, pure funkelnde Freude.

Morgens aufgewacht mit der Frage: „Wo will ich leben? Wie will ich leben?“ Diese Frage stelle ich mir schon seit 2012, bin der Spur gefolgt, bin der Freude gefolgt – ohne ein wirkliches Gefühl des Ankommens.

Morgenschreiben, beim Schreiben klärt sich vieles in mir. Dann raus zum Morgenspaziergang, stelle die Frage noch einmal laut hinaus ins Universum, damit habe ich ja schon Erfahrung….

Eine Joggerin überholt mich auf dem Rückweg, läuft leicht und beschwingt, fröhlich mit hüpfendem Pferdeschwanz… begegnen uns noch zweimal, winken uns lächelnd zu.

Interessante Antwort – ich frage nach einem Ort und dann überholt mich eine beschwingte fröhliche Joggerin….. naja, Universum du bist manchmal wirklich originell!

Wieder zurück, schreibe und schreibe. Schaue mir noch einmal die Aspekte meiner Lebenszahl an. Darin ist alles gesagt und es ist nun an der Zeit, dass endlich zu erlauben und zu leben. Die Schreiberin, die freie Schriftstellerin, die Künstlerin zu leben, die ich bin.

Anruf einer alleinerziehenden Mutter, die mich ab Januar buchen möchte, eigentlich sollte es schon im September losgehen. Mir ist vollkommen klar, dass die Zeit von Einzel- und Familienbegleitungen in der bisherigen Form vorbei ist. Als ob es mich nochmals prüfen wollte, ob ich wirklich bereit bin weiterzugehen. Tief durchatmen und auch Abschied nehmen von all dem, was bisher in meinem Leben war, was auch gut war und worin ich gut war. Ja – ich war in meiner Arbeit als Pädagogin und Erwachsenen-bildnerin richtig gut, innovativ, unerschrocken, prägend.

Erlaube mir mich anzuerkennen. Und zutiefst dankbar zu sein für alles, was ich erleben, erfahren und gestalten durfte. Spüre ganz deutlich, dass das Neue sich erst zeigen wird, wenn ich vorher das Bisherige in Freude und Frieden loslassen kann.

Naja – und dann geht es ziemlich schnell. Weile gerade in der Langau und mein Zimmer wird demnächst wieder gebraucht. Hatte hier unter dem Dachjuchhee eine gute Reifungszeit in der Stille, auch die Idee des Inklusiven Bildungswerk mit einem viel weiteren Verständnis konnte ich hier in Ruhe bebrüten. Inklusion als Lebens- und Erfahrungsweg in ein neues WIR. Doch wohin als nächstes…… manchmal verstehe ich nur noch Bahnhof oder Flughafen oder so …

Wo und wie will ich leben?

Nachmittags eine Session mit Gabriela, schon länger vereinbart und wie passend doch genau heute dieser Termin. Im Gespräch wird mir klar, dass all die Situationen und Erfahrungen nicht gegen mich gerichtet sind oder dass ich irgendwie falsch wäre…. NEIN, es sind einfach nur Prüfungen!! Will ich wirklich weiter den Weg der Freude gehen, will ich mich wirklich voll und ganz dem Schreiben widmen, meinem allertiefsten Herzenswunsch folgen…bin ich wirklich innerlich bereit?

JA ich will. Es rieselt mich rauf und runter, es stimmt also mit den Prüfungen, meiner Erlaubnis und Zustimmung.

Ok, dann braucht es jetzt einen Ort, einen Nistplatz, eine Schreibstube, ein Dach über dem Kopf, an dem ich meine Projekte ausbrüten kann. Einen liebevollen warmen Ort, an dem ich und all die Schreibprojekte gedeihen, auf und in die Welt kommen können.

Mit einem Mal fragt Gabriela, ob ich mir Hamburg vorstellen könnte, sie folgt ihrem inneren Impuls. Falle fast vom Stuhl, denn in mir geistert schon so lange Hamburg herum, schon so lange: Inklusion recherchieren (in Hamburg sind sie schon so viel weiter!), an der Elbe sitzen und Schiffe gucken, Susanne Niemeyer und Maike Winnemuth treffen, in die Elphi gehen, den Menschen beim Schnacken lauschen, Giovanni di Lorenzo von der ZEIT für eine Inklusionskolumne kontaktieren, meine Cousine treffen, die Nase in den Wind halten und so viel mehr.

Wo und wie will ich leben? Hamburg also, mit einem Mal ist es sowas von klar!

Bin berührt und Durcheinander, das ganze System in Aufruhr, die Angst fährt Achterbahn und mein Herz jubiliert. Immer wieder eine Runde ums Haus drehen, Frischluft, Bewegung. Bis es ruhiger wird, warme Freude breitet sich aus in mir.

Spüre so stark den Gegenwind und die Widerstände bei meinen Themen Freude und Inklusion, fühle mich geradezu dazwischen eingepfercht, in der Mitte das Schreiben, die freie Schriftstellerin. Freude – SCHREIBEN – Inklusion. So ein Druck auf meiner Herzgegend und ein enger Ring um meinen Brustkorb. Jetzt geht es darum, standhaft zu bleiben, ganz nah da dran UND mir zu erlauben, dass es mir in den Prozessen gut gehen darf und ich leicht hindurch flutsche. Ja Leben hier bin ich und ich bin da!

In der letzten Dämmerung nochmals raus, hinter den tiefen dunklen Wolken Licht, goldenes warmes Licht am Horizont, Licht am Ende des Tunnels.

So wie es mir die Psychologin vor über einem Jahr nach meiner Nahtoderfahrung gesagt hat: „Frau Schnick, Sie müssen Ihren Weg auf Ihre ganz eigene Weise gehen und irgendwann werden Sie Licht am Ende des Tunnels sehen!“ Das konnte ich heute ganz real am Horizont sehen, Licht am Ende des Tunnels.

Bin zutiefst berührt, spüre all das Wohlwollen und die unendliche Liebe des Lebens, des Universums oder wie auch immer ich oder Du das nennen magst.

Auf dem Rückweg fliegt vor mir im Dunklen und Kalten ein Schmetterling vorbei, Leichtigkeit, Tanz, von der Raupe zum Schmetterling, bestätigt mein Gefühl des goldenen Lichtes am Horizont. Und mit einem Mal fällt mir wieder die morgendliche Joggerin ein – Bewegung!! Bingo!! Setz dich in Bewegung! Leicht und fröhlich, mit hüpfendem Herzen!

Schwere Wackersteine fallen von mir ab, es wird licht und leichter. Summe das Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ vor mich hin… Verstehe mit einem Mal, warum ich gerne Sendungen im NDR sehe und so vieles mehr. Meine Seele ist schon lange bereit für die Reise, alles ist auf das wunderbarste und vortrefflichste vorbereitet. Es braucht nur mein freudiges und vertrauensvolles JA!

Das geht jetzt alles seinen Gang, wie auch immer, werde mein Netzwerk aktivieren, werde in Hamburg sein, womöglich mit Zwischenschritten….. Mein Nistplatz, meine Schreibstube, meine Herberge der Freude wird sich auftun, im wahrsten Sinne des Wortes werden sich Türen öffnen und alles andere wird sich finden. Da bin ich wirklich zuversichtlich…..

Ein Riesending, durch das ich da hindurch bin UND ich bin so etwas von dankbar für all die Unterstützung, die ich an diesem Tag erfahren durfte. Wie alles zusammenwirkt und sich fügt. Wie Gabriela heute sagte: „Jetzt geht es darum, dass wir zusammenhalten“

So empfinde ich es auch, wir halten zusammen. Wir die wir wissen was wir wollen, ein Leben im Miteinander, in Freude und Leichtigkeit, in Schönheit und Harmonie, Liebe und Freundschaft. Ein neues WIR halt.

Licht-am-Ende-des-Tunnels

… ich finde es erregend …

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„…ich finde es erregend…“ so die Leiterin der Stadtakademie München nach der Vorstellung unserer Projektes „Inklusives Bildungswerk“, welches ich konzeptionell für die Bildungs-und Erholungsstätte Langau e.V. entwickelt habe. Ganz wach und munter ist sie geworden bei der Vorstellung, dass wir nicht nur Erwachsenenbildung FÜR Menschen mit Behinderung entwickeln und anbieten, sondern dass wir es gemeinsam planen, organisieren und anbieten. Wie geht Bildung, wenn behinderte Menschen Teil des Teams auf allen Ebenen und auch Trainer und Referentinnen sind. Mit dieser erregenden Idee gehen wir weit über das hinaus, was wir bisher unter Teilhabe verstehen und wie es auch im Bereich Bildung der UN-Behindertenrechtskonvention und im deutschen Teilhabegesetz geregelt ist.

Sonja hat es neulich auf den Punkt gebracht:
„Wieso müssen Nichtbehinderte Fortbildungen ÜBER UNS machen, ohne mit uns zu sprechen? Wir wissen doch selbst am besten was wir brauchen! Warum fragt UNS niemand, warum spricht niemand mit uns? Wir wollen doch auch einfach nur leben – mit EUCH zusammen!“

Für mich ist Inklusion inzwischen nicht mehr das Ziel, sondern ein gesellschaftlicher Lern- und ErfahrungsWEG. Inklusiv können wir miteinander ein neues WIR lernen, frei von Ausgrenzung, Vorurteilen, Macht und Missbrauch, Kontrolle.

Das Motto der Langau heißt: Einfach Mensch sein.

Ich möchte es erweitern um: Einfach Mensch in einer inklusiven Gesellschaft und Gemeinschaft sein.

Dafür gehe ich weiter, dafür gehe ich voran, auch wenn mir der Wind manchmal sehr heftig entgegen weht und die Widerstände groß sind.

Miteinander, Wir, Verbundenheit … dies HERZliche Geheimnis …

verbundenheit

Was für ein Sommer…. schon wieder!

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Sommer reiht sich an Sommer und rückblickend kann ich den roten Faden darin erkennen, für mich sind es Aufblühzeiten von innen heraus. Voriges Jahr der wunderbare und heilende München-Sommer bei Bea und ihren Kindern, dieses Jahr online mit den Sommergesprächen von Gabriela Linshalm. Hatte davon auf facebook gelesen und mich spontan angemeldet. Es war kurz vor meinem 60. Geburtstag, konnte kaum laufen wegen verletztem Zeh, fühlte mich alt und krank und uninspiriert – da kamen mir die Sommergespräche unter dem Motto „Mutig deinen Weg gehen…“ gerade recht, fühlte sich leicht und unverbindlich an – fast so wie Frauenzeitschriften beim Friseur. Also genauso war mein Gefühl.

Zwei Tage vor meinem Geburtstag ging es dann los, war bei meinem Vater zu Besuch und hätte den Start fast vergessen, konnte erst abends das erste Interview hören. Am besten gefiel mir die Konzentriertheit des Interviews, alles gefragt und gesagt in 30 Minuten. Anregend, inspirierend, wohltuend. Zwei Tage später dann das nächste Gespräch – an meinem Geburtstag, an dem ich doch mit dem Gefühl von Freiheit und verrückter Alter aufgewacht bin. So ging es weiter über fast 4 Wochen – jeweils Montag, Mittwoch und Freitag ein Sommergespräch. Nix da mit Frauenzeitschriften, sondern so viel Liebe, Ermutigung, Anregung, Tiefe, genauso wie ich es mir immer wünsche.

Die Gespräche haben mich, mein Leben und mein Business mehr als hinterfragt – auf eine gute und motivierende Weise. Daraus entstand in diesem sommerlichen Aufblühprozess dann die Neuausrichtung meiner beruflichen Aktivitäten Freude – Schreiben – Inklusion, das Ding nimmt jetzt auf wundersame Weise richtig Fahrt auf. Gabriela ist davon überzeugt, dass auch ein eigenes Business oder Unternehmen einfach und leicht ist, wenn wir mit unserer Seele verbunden sind. Dem stimme ich zu, habe es ja schon oft genau so erlebt! Was mir gefällt, ist diese Klarheit, mit der sie es sagt, da ist kein Raum für Zweifel und Selbstzweifel. Da ist jetzt einfach Raum und Platz für die „verrückte Alte“…..

Tja und dann durfte ich Gabriela interviewen, war gar nicht so einfach, auch das eine interessante Erfahrung. Ich habe ja schon mehrere Frauen hier vorgestellt, doch zu denen hatte ich schon eine Beziehung, wusste etwas von ihrem Leben. Da war das mit dem Fragen einfach. Und ich war mutig, habe mich getraut. Hier also Gabriela Linshalm, noch in Wien lebend:

Sabina: Ich bin davon überzeugt, dass wir göttliche Wesen der Freude und der Liebe sind. Was machst du, wenn du Durchhänger hast, wie bringst du dich selbst wieder in die Freude?

Gabriela: Am schnellsten „bin ich durch“, wenn ich keinen Widerstand habe. Ich weiß, dass auch ich Durchhänger habe, weil ich Mensch bin und dies hier auf der Erde dazu gehört. Ich darf auch mal muffelig sein und erlaube das auch. Umso schneller bin ich auch wieder in der Freude. Es macht keinen Spaß mehr wenn ich darf.

Musik ist für mich ein ganz wichtiges Tool, mal meditativ, mal zum Tanzen, je nach Situation, Musik holt mich ganz schnell wieder raus.

Und rausgehen, Spazierengehen, Natur. Bewegung bringt den Stau wieder in Fluss.

Sabina: Woran merkst du, dass du im Durchhänger bist:

Gabriela: Gute Frage, kommt nicht so oft vor. Ich bin grummelig und schimpfe vor mich hin, was ich sonst gar nicht von mir kenne. Am allerersten merke ich es beim Autofahren wenn ich schimpfe….. Mein Partner merkt es und fragt nach. Ich kann dann vor mich hin erzählen und dann löst es sich schon.

Ich fühle mich unbeweglich, fast komisch, eingesperrt. Bewegungsdrang, körperliches Unwohlsein. Dann merke ich es schon und frage mich „Was ist?“

Sabina: Ich beobachte immer wieder, dass Menschen mir von körperlichen Symptomen oder Befindlichkeiten erzählen und sie nicht bemerken, dass sie gar nicht in ihrer Freude sind.

Das liegt meist nicht daran, dass du zu wenig geschlafen oder ein Bier zu viel getrunken oder zu viel Sport gemacht hast, sondern weil du nicht mit dir und deiner Freude verbunden bist. Eigentlich ist doch ein Schmerz oder sonst ein Symptom ein wunderbares Signal, welches dir sagt, dass du gerade nicht mit deiner Freude verbunden bist.

Gabriela: Ich gehe sehr viel über die Körperwahrnehmung. Der Körper ist ein ganz eindeutiges Sprachrohr, er spricht zu uns und teilt uns mit, was wir vorher an Signalen nicht wahrgenommen haben.

Sabina: Wenn die Freude deine Busenfreundin oder Herzensfreundin wäre, was würde sie dir sagen?

Gabriela: Gehen wir mal wieder in die Stadt einen Kaffee trinken? Meine Freude ist sehr pragmatisch und antwortet dann direkt. Und wenn ich dann in Salzburg bin, dann kommst du rüber und wir machen eine Cafe-Tour.

Sabina: Was ist die allergrößte Freude in deinem Unternehmen?

Gabriela: Ich kann mir meine Zeit frei einteilen und habe nur noch mit den Menschen zu tun, mit denen ich will und wähle, sowohl die Kunden als auch die Mitarbeiter.

Sabina: Was ist die größte Freude in deinem Leben?

Gabriela: Freiheit. Tun und Lassen können, was und wann ich will, meinen Schatz zu haben, in einem dennoch friedlichen Land leben zu können, das ist für mich ein Riesengeschenk, auch wenn mir da politisch noch lange nicht alles passt. Es ist dennoch ein friedliches Land.

Sabina: Und was ist deine größte Freude mit deinen Kundinnen?

Gabriela: Ihnen ebenfalls das Instrument der Freiheit und Schöpferkraft geben zu können. Freiheit zieht sich durch auf allen Ebenen, wenn ich das erleben darf, das macht dann einfach nur noch wow.

Das Strahlen in den anderen, wenn sie sich selbst entdecken.

Sabina: Wenn du deine Freude unendlich ausdehnen, unendlich multiplizieren und vervielfachen könntest, wohin dehnt sich deine Freude aus?

Gabriela: Meine Freude ist unbegrenzt, da ist keine Begrenzung. Freude kommt überall hin, durchdringt alles, ist an keinen Ort, Raum oder Zeit gebunden.

Sabina: Wenn wir uns hinein entwickeln in den Zustand von Freude, welche Formen von Begegnungen und Beziehungen werden wir dann haben oder löst sich das auch alles auf?

Gabriela: Ich kenne den Zustand in der Freude, in der Seele, im einfach Sein. Das macht dann für mich das Feld auf von Synchronizitäten, die genau mehr davon machen. Es zieht Situationen in das alltägliche Leben hinein mit Menschen die ähnlich sind, zu mir her. Und die freuen sich genauso darüber, denn sie haben ja auch „so etwas“ gesucht.

Sabina: Das war mein Sommergeschenk, mein bestes Geburtstagsgeschenk, dass ich über Ulrike zu dir und den Sommergesprächen gefunden habe. Und die Fortsetzung dann im Selbstliebekurs….kraftvoll und magisch!

Gab es den einen Moment oder Schlüsselmoment, in dem du entdeckt hast, dass du selbst pure Freude bist?

Gabriela: Das war eher eine schleichende Entwicklung. Für mich ist Freude ein Zustand und ein Prozess.

Eher ein gegenteiliger Moment – die Erkenntnis: „Ich bin NICHT mein Bankkonto!“ Das war für mich ein Schlüsselmoment, der mich völlig in die Freude gebracht hat. Der Moment wo ich das wirklich entkoppelt habe, war ein Riesen-Shift für mich. Daraus folgend: Wenn ich das nicht bin, was bin ich dann? Das war einer meiner massivsten Switches in meiner Entwicklung.

Das hat im ersten Moment Freude mit mir gemacht!! Die Erkenntnis, dass ich nicht das bin was da auf meinem Konto steht.

Sabina: Was möchtest du den Frauen mitgeben auf ihrem Weg in die Freude?

Gabriela: Erlaubt sie euch und lebt sie! Mir ist das ganz wichtig mit der Erlaubnis. Mir ist das aberzogen worden mit der Erlaubnis, weil sich mein Umfeld nicht mitfreuen konnte. Haben auf mich draufgehauen weil sie meine Freude nicht ausgehalten haben und irgendwann habe ich gelernt, Freude ist schlecht. Das sperrt total ein und macht krank und das ist nicht der Sinn unseres Lebens. Wir leben auf einem Planeten der Fülle und wir dürfen uns das auch nehmen und Freude ist der Ausdruck von Fülle.

Das darf sein und soll sein und muss sein, es geht in erster Linie um die Erlaubnis wieder Freude zu haben, egal wie es den anderen damit geht. Und damit auch mehr und mehr die passenden Menschen ins Leben zu ziehen. Mein jetziger Partner freut sich bei jeder Freude doppelt mit, das ist schon sehr schön.

Sabina: Danke für das Zusammensein in der Freude.

http://www.gabrielessenzen.com/

https://www.facebook.com/SeelenplanBusiness/?ref=aymt_homepage_panel

Gabriela Linshalm

Das schönste Lied

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Nur wenige Bücher haben die vielen Umzüge erlebt, eines davon ist das Bilderbuch „Das schönste Lied“ von Max Bolliger. Eine Mentorin und liebe Freundin hat es mir als ganz junge Erzieherin geschenkt und wollte mich dazu ermuntern, mein ganz eigenes Lied zu singen – in dem Kindergarten, den ich schon mit 20 Jahren als Berufsanfängerin geleitet habe mit Kolleginnen, die allesamt doppelt so alt wie ich waren, zwischen den Eltern die mir ihre Kinder anvertrauten, obwohl ich doch eine junge Berufsanfängerin war, im Kirchenvorstand und in den diversen Facharbeitskreisen. Oftmals blies mir der Wind heftig entgegen, am meisten von den Leitungs-Kolleginnen, die meine Art mit Kindern und Familien zu arbeiten, verhindern wollten. Ich sprengte einfach alte Gepflogenheiten, den immer noch autoritären Umgang mit Kindern und Eltern. War schon da voll und ganz auf Seiten der Menschen und nicht von Institution und Tradition, schuf Freiräume für Entwicklung und Freude, machte die Türen unserer Einrichtung weit auf – lange lange vor der Idee von Inklusion…. und vieles mehr.

In meinem tiefsten Herzen „wusste“ ich, dass alles richtig ist und dass ich richtig bin. Und natürlich hörte ich mir die Stimmen und Meinungen der anderen an, zweifelte an mir und meinen Entscheidungen. In dieser Situation bekam ich dieses Buch geschenkt mit der Ansage: „Sing dein eigenes Lied“ und der König wollte es immer und immer wieder hören und machte vor Freude ein Fest!

Seitdem singe und singe ich, am liebsten auch mein eigenes Lied, lasse es aus mir klingen, spiele die Ukulele. Bin dann einfach und bin glücklich.Das-schoenste-Lied

Paradies

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Sonne pur – nichts wie raus aus der Wohnung und hinaus in die Freude. Mit der Tram Richtung Schwabing, lasse mich durch die Stadt schuckeln und blicke verwundert aus dem Fenster. Auf dieser Strecke bin ich noch nie entlang gefahren UND alles wirkt anders, so anders. Bloß weil die Perspektive eine andere ist, interessante Beobachtung…

Steige am Elisabethplatz aus und bin schon fast im Kreta-Grill, da wollte ich schon lange mal hin und heute habe ich mich für das Neue entschieden. Weiße und blaue Tische auf dem Gehsteig, der Duft von Knoblauch und Olivenöl lädt sofort ein, sich niederzulassen. Aufmerksame Bedienung, Herzensfreundlichkeit. Ach wie liebe ich dieses Gefühl. Köstliches vegetarisches Essen verwöhnt mich, während immer wieder eine Tram vorbei rumpelt oder ein Auto vor mir einparkt….. Es ist so einfach, wirklich so einfach, mich sofort in ein Gef´ühl der Freude zu begeben, es auszukosten und zu genießen. Brauche ich gar nicht ins Flugzeug steigen, ist alles da….. halt ohne Meer, dafür mit der Tram.

Fahre beglückt zurück in die Stadt, Vater und Sohn steigen ein, setzen sich neben mich. Ein lauter Seufzer neben mir: „Ach Papa, wir sind im Paradies!“ Weiß gar nicht, was den Jungen so glücklich macht, auf jeden Fall fühlt er sich im Paradies! Vater: „Stimmt – jetzt sind wir im Paradies!“ Dann schweigen sie und steigen zwei Stationen später aus, Hand in Hand.

Lande dann noch im Cafe in einem Innenhof, nüchterne Architektur der 50iger Jahre. Sonne, alle Tische belegt, setze mich zu einem Herrn an den Tisch, dieser hält sein Mittagsschläfchen. Auffallend nette Bedienungen, aufmerksam, unaufgeregt. Genieße allerköstlichsten Kirsch-Vanille-Streusel-Kuchen, den ich serviert bekomme mit den Worten: „Aus unserer Paradies-Küche!“

Ja sind wir denn heute wirklich im Paradies?

Ja schon.

Weil ich offen dafür bin, offen und bereit für Paradieskirschen und paradiesische Freude! Freuen, empfangen, annehmen, genießen!

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14.9. 5 Jahre Blog

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Jetzt habe ich es doch glatt versäumt – mein eigenes Betriebsjubiläum!! Muss echt überlegen, was am Samstag war – ach ja, vormittags war ich auf Hausbesuch und habe eine ältere Dame behandelt und mittags habe ich mich mit einem meiner ehemaligen Pflegekinder in der Gartenlaube getroffen. Ein ganzer Samstag voll in der Freude! Staune selbst immer wieder über meine Hellfühligkeit und Fähigkeit, das Leben von Menschen zu erleichtern und in die Freude zu bringen. Mich kann einfach nichts schrecken.

So viel geschehen in den letzten 5 Jahren, kann mich an vieles gar nicht mehr erinnern…. doch an den Satz einer Freundin auf dem Berg:  „Schreiben – dann schreib halt einen Blog!!“, an den erinnere ich mich genau. Vor allem erinnere ich mich an das Gefühl von Weite und Freiheit und Neubeginn. Und irgendwie war immer dieses tiefe Wissen und Vertrauen in mir, dass alles, wirklich alles, neu aus dem Blog und dem Schreiben in und über die Freude entstehen wird.

Und tatatataa: genauso ist es gekommen. Ich habe mich in schwierigsten Zeiten selbst in der Freude gehalten, habe an mich geglaubt, dem Leben und der Liebe in mir vertraut. Alle Wegbrüche und Umbrüche gut gemeistert, Widerstände und Ängste liebevoll aufgelöst, mich von den inneren Impulsen leiten und mich einfach von nichts und niemanden verrückt machen lassen. Wirklich cool. Dann die nochmals heftigen Wochen im Juli vor meinem 60. Geburtstag: konnte kaum laufen nachdem mir ein Tisch auf den Zeh gefallen war, fühlte mich alt und schwer. Ideenlos, kraftlos, müde.

Um dann am Morgen meines Geburtstages aufzuwachen mit einem vorher nie dagewesenen Gefühl von Freiheit und Weite. Und der Erkenntnis dass ich es mir jetzt wirklich erlauben kann, die „verrückte Alte“ zu sein. Voll und ganz. Dies hat mir vor ein paar Tagen einen wunderbaren Auftrag eingebracht, der Geschäftsführer einer sozialen Einrichtung schätzt meine Verrücktheit und eigene Sicht auf das Thema Inklusion!

Und so feiere ich eben heute mein fünfjähriges Blog-Jubiläum mit einem Cappuccino und ganz besonders feiere und ehre ich EUCH, ihr lieben Leserinnen und Leser.

Freut Euch!

 

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Ein guter Plan….

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Letzte Woche habe ich spontan den Schreibtisch gegen einen Ausflug an den Starnberger See getauscht, die warme Luft und das Spätsommerlicht haben mich hinaus gelockt und ich wurde belOHnt mit Urlaubsfeeling. Strandbad, köstliches Essen, Blick über den See und sogar noch Schifferl fahren. Einfach schön. Sooo schön, dass ich beschloss, dasselbe noch einmal am Sonntag zu wiederholen. Morgens um 4.00 Uhr aufstehen, mit dem Zug um halb sechs nach Tutzing fahren, in der Dämmerung hinunter an den See laufen, die perfekten Sonnenaufgangfotos machen und in der morgendlichen Stille im See schwimmen, immerhin noch 20 Grad Wassertemperatur. Also wirklich – der Plan war gut! Bin auch wirklich um viertel vor vier aufgestanden, der Mond schien helle in der klaren Nacht, Kaffeechen getrunken, halbe Stunde zur S-Bahn gelaufen (fährt ja noch kein Bus zu so früher Sonntagsstunde), den Zug locker erreicht (voll mit Nachtschwärmern auf dem Weg nach Hause und ins Bett), gemütlich zum See spaziert durch das tief verschlafene Tutzing), sogar eine geöffnete Toilette am Wegesrand….. und dann – Nebel. Dicker Nebel über dem See! Treffe ein paar Hunde mit Frauchen sowie einige Stative ebenfalls mit Frauchen, die Segelboote schaukeln leise vor sich hin, alles so schön, doch einfach keine Sonne.

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Unruhe macht sich in mir breit – für was bitte stehe ich so bald auf um den perfekten Sonnenaufgang über dem See zu fotografieren – und dann Nebel. Im Nebel stochern…… Wandle von Bank zu Bank, lasse auf mich wirken was gerade geschieht. Ist doch oft so im Leben, wir haben eine Idee, einen Plan – und dann ist alles anders. Fühlen was das im Innen macht, leichte Enttäuschung, das Glücksgefühl bleibt aus. Wie an Weihnachten, wenn das Geschenk anders ist als gewünscht und erwartet….. Ah da ist es wieder, ein altes Gefühl, das gerade angetriggert ist. Mit einem Mal weiß ich auch, warum ich hier bin: Einfach nur ein altes Gefühl wahrnehmen, beobachten und loslassen. Was für ein Geschenk am Sonntag Morgen.

Kann mit einem Mal die Situation genießen so wie sie IST. Dann eben Nebelbilder….. schaut so aus, als ob der Geist Gottes über den Wasser schwebt….. Traue mich sogar ins Wasser und schwimme eine Runde, achte darauf mich nicht zu verschwimmen. Wie oft verschwimmen wir uns im Alltagsnebel, verlieren wir die Orientierung – wenn wir nicht ganz mit unserem inneren Navi verbunden sind.

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Lande dann irgendwann im Strandbad Feldafing, es erwartet mich ein köstliches Frühstück – und die Sonne. Wie gut dass ich meinem inneren Impuls gefolgt bin, den inneren Schweinehund überwunden habe und so viel mehr erleben und erfahren durfte – über meinen Plan hinaus.

http://www.strandbad-feldafing.de/index.php

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Abendliches Leuchten

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Noch einmal eine kleine Runde zurück vor meinem Morgenkaffee….. Gestern war ich wirklich fleißig, habe viel geschrieben und von innen nach außen gebracht. Ist ja so eine Sache, sich mit den eigenen Themen zu zeigen. Mittags war ich schon eine Runde laufen und abends hatte ich dann noch mal das Bedürfnis nach „echtem“ Leben und Bewegung. Den ganzen Sommer wollte ich schon zum Sonnenuntergang an die Isar, also nichts wie los vor dem nahenden Herbstanfang.

Einfach den Impulsen folgen und im Lehel aus der U-Bahn steigen….. ein paar Schritte zu Fuß hindurch durch Autoschlangen und schon bin ich da. Vertraut ist sie mir in diesem Sommer geworden, diese Isar, die an vielen Stellen frei durch die Stadt fließen darf. Es ist mir noch einmal richtig bewusst geworden, wie schön das ist, wenn sich ein Fluss „frei“ bewegen, mäandern, ausdehnen darf. Was ja eigentlich das Natürlichste von der Welt ist.  So wie auch wir uns frei bewegen, mäandern und ausdehnen dürfen, DAS ist unser natürlicher Zustand!

Seltsam ruhig und friedlich – so mitten in der Stadt.

Ein Turm leuchtet im Abendlicht und erinnert mich daran, dass ich Leuchtturm bin. Früher wollte ich das nicht sein, wollte nicht alleine da oben sitzen und vor mich hin leuchten und die Motten und Mücken anziehen. Habe gemerkt, dass ich es nicht mehr ablehne oder sein möchte, weil ich es bin. Einfach so aus mir heraus. Bin da in meiner Freude und lasse sie aus mir heraus leuchten und strahlen.

Die Mondin lächelt zwischen den Bäumen und ruft mir zu:  „Alles gut, alles im Fluss“

Ein Brunnen plätschert vor sich hin und singt sein gluckerndes Abendlied.

Und dann zum Abschluss noch ein Klavierspieler mit sanften berührenden Klängen.

Also wirklich – ich sollte mich öfters am Abend noch einmal aufmachen…. und viel mehr erleben als einen Sonnenuntergang an der Isar……

Egal was ist …

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… ich wähle die Freude.

Das ist wirklich meine größte Herausforderung – wähle die Freude, wähle sie für dich, für die ich mich schon vor langer Zeit entschieden habe, für die ich überhaupt hier bin.

Egal was ist…ob es nun regnet und kalt ist, ob mich jemand komisch anmacht oder ablehnt, ob ich mich unwohl fühle oder krank bin, ob sich unüberwindbar erscheinende Hindernisse vor mir auftürmen – ich wähle die Freude, meine allerbeste und langjährigste Freundin.

Freude macht auf in mir, strömt quicklebendig durch Herz und Zellen, verändert schwere Stimmung und Schwingung. Das Leben ist als Freude gedacht!! Wenn ich so um mich herum blicke, dann könnte ich es womöglich vergessen oder nicht glauben. Doch alles, wirklich alles, strebt in die Freude und verbindet uns mit der Liebe, die wir sind.

Als Kind habe ich so sehr unter Lieblosigkeit gelitten, kein Wunder – es waren noch so viele Verwundungen in den Menschen nach all den Kriegen, Verlusten, Traumata. Habe es nicht verstanden als Kind, konnte es kaum aushalten. Sowohl wenn ich selbst Lieblosigkeit erfahren habe als auch beim Beobachten dessen wie die Menschen miteinander umgehen. Das hat mich traurig werden lassen, tieftraurig, in der Tiefe traurig in meinem Herzen. Und noch heute kann ich mit Lieblosigkeit nicht so gut umgehen, das ist eine zarte verwundete Stelle in mir. Weil ich weiß, dass es mit Lieblosigkeit wirklich niemanden gut geht, wir uns selbst und anderen nur schaden, neue Kratzer und Wunden verursachen.

Umso mehr freue ich mich, wenn es gelingt, die Energie von Freude zu halten, mich darauf zu fokussieren, der Traurigkeit keinen Raum mehr zu geben, kein dauerhaftes Zuhause, sie einfach ziehen zu lassen. Sie darf da sein – als Gast, als Besuch. Sie wird in meiner Herberge der Freude empfangen, begrüßt, bewirtet, vielleicht sogar mal benächtigt und verarztet. Und dann mit einem Kuss verabschiedet.

Weil ich die Freude wähle, meine Herberge der Freude, mein Freudenhaus.

Möchtest auch Du ganz in deiner Freude sein? Dann kannst Du mich als Deine Freudeexpertin buchen und ich begleite Dich in Deine Freude. Ich weiß wie es geht!

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