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Gestern Nachmittag, wir denken und sprechen die Dinge rauf und runter, drehen uns im Kreis. Und wie kommen wir da jetzt raus aus dem Gedankenkarussell?

In dem wir raus gehn! Ganz wörtlich.

Also nichts wie Schuhe an, Jacke über und eben mal zwei Stationen mit der U-Bahn Richtung Innenstadt fahren, irgendwie zieht es mich in den Hofgarten. Mitten im Zentrum.

Es sind ein paar Minuten zu gehen von der U-Bahn-Station bis zum Hofgarten und im Gehen werde ich ruhiger, wird es in mir ruhiger, beruhigt sich das Gedankenkarussell. Einfach nur durch das Gehen.

Ich liebe den Hofgarten mit seinen vier Brunnen, den vielen schattigen Bänken, den Boulespielern UND dem Dianatempel in der Mitte, dort stehend seit über 400 Jahren.

Gestern wehte leise Geigenmusik durch den Garten, erfreute die Wandlerinnen und Spaziergänger aus aller Welt….. und da stand er also, ein netter Herr mit seiner Geige, die er zart und hingebungsvoll spielte. Selbst ein Stück von Paganini, dem „Teufelsgeiger“, spielte er ungewöhnlich sanft und mit Gefühl. Selten hat mich ein Geigenkonzert sooo berührt. Einfach hinsetzen, die Augen schließen und lauschen.      Und mit einem Mal ist sie wieder da, die Freude in mir, verlieren die kreisenden Gedanken ihre Macht, lösen sich auf im Klang der sanften Töne, die durch die Bogenöffnungen hinausfließen…

Ach – was für eine stille Freude im Innen und im Außen…

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Könnte es sein?

Könnte es sein, dass ich immer noch nicht weiß, welche ich wirklich bin…

Könnte es sein, dass ich zwar – manchmal oder immer öfter – weiß welche ich bin und es mir im Alltag nicht erlaube…

Könnte es sein, dass ALLE Gefühle die auftauchen auch zu mir gehören und ein Teil von mir sind…

Könnte es sein, dass es nicht wirklich schlimm ist, wenn ich mal traurig oder wütend oder müde bin und einfach nur fühle…

Könnte es sein, dass mein beobachtendes bejahendes Fühlen mich immer näher an und in die Freude bringt, die ich bin…

Könnte es sein, dass ich auf immer mehr Menschen treffe die auch so unterwegs sind…

Könnte es sein, dass wir alle bereit sind, dass Alte – so gut es halt irgendwie geht – lassen, loslassen, hinter uns lassen…

Könnte es sein, dass es manchmal gar nicht so einfach ist, mein Herz offen zu halten egal was geschieht. in mir und um mich herum…

Könnte es sein, dass genau das das Leben ist…

Könnte es sein, dass es so einfach und so viel Freude ist…

Könnte es sein, dass alles schon da ist was ich mir immer – von klein an – gewünscht habe…

Könnte es sein, dass…

Wieso frage ich im Konjunktiv?

Ist doch alles da.

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Will nochmal den Geburtstagsfaden von gestern weiter spinnen…..

Überraschenderweise bekam ich am Morgen nach meinem Geburtstag einen Kuchen geschenkt, feierlich mit einer Kerze überreicht. Und konnte genau beobachten, dass es in mir gar nicht so leicht war, dieses Geschenk einfach bedingungslos und alle auftauchenden Gefühle anzunehmen. Und genau in diesem Moment die Rührung spüren können und die Widerstände. Sehr interessante Erfahrung.

Und wie ich gestern schon geschrieben habe, seitdem stehe ich morgens noch viel bewusster auf, noch dankbarer und noch mehr in der Freude. Ehre und feiere mich und mein Sein – ohne Egonummer, ein schmaler Grat. Ich weiß um meine Größe und Schönheit und gleichzeitig weiß ich, dass ich ein Teilchen von etwas viel größerem  und nur mit offenem Herzen erahnbarem bin. Ich bin halt so wie ich bin und alles ist gut so wie es ist.

Nicht die Ruhe vor dem Sturm sondern die Stille vor dem Fest

Mit diesem Satz bin ich gestern Abend ins Bett gegangen. Und JA, für mich ist es wirklich so: Ich wache morgens mit dem Gefühle von Freude auf, freue mich dass es mich gibt und dass ich diesen Tag, diesen Festtag,  mit all seinen Überraschungen und Geschenken erleben darf.

Zünde innerlich jeden Morgen die Kerze meines Geburtstagskuchens an und freue mich auf all die Gäste und unser Lachen und Feiern. Jeden Tag, jeden Moment. Ein Fest.

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Vor einigen Tagen hatte ich Geburtstag und entschieden, mich für ein paar Tage in die Natur und Stille zu begeben. Raus aus dem Großstadtgetümmel und den Aktivitäten im Außen, rein in meine innere Herberge der Freude.

Zimmer in der Langau gebucht und mich mit Wilhelm, meinem Autochen, im strömenden Regen (sogar der Mittlere Ring war überflutet) Richtung Allgäu begebLangauen.

Ankommen und aufatmen.

So sehr ich das Leben in der Stadt mit lieben Menschen liebe, so sehr brauche ich ab und zu einfach nur Natur und Grün und Stille und Ruhe. Wohltuende grüne lebendige Herzensruhe. Dies habe ich in den Tagen wirklich für mich verstanden, irgendwie ist beides gut für mich und das gilt es eben einfach zu leben und zu sein.

Und auch meinen Geburtstag wollte ich ganz mit mir verbringen. In Dankbarkeit für alles was im letzten Jahr geschehen ist, auch an unvorhergesehenem. In Liebe und Freundschaft mit mir selbst, dass ich nicht aufgegeben habe auch wenn ich nicht weiter wusste. Im Staunen darüber was sich alles im Flow ergeben und sich mein Leben ziemlich flott verändert hat und meinem Mut, den Angeboten des Lebens auch zu folgen.

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Wie ihr wisst, bin ich eine Morgenfrau, Frühaufsteherin. Werde einfach zwischen fünf und sechs wach, bin dann wirklich hellwach und bereit für den Tag. Unabhängig davon wie viel oder auch wenig ich geschlafen habe.

Schnell in ein Gewand schlüpfen und barfuß hinaus. Die Morgenstille umfing mich, hüllte mich ein, ein wirklich ganz besonderes Gefühl von Geborgenheit. Barfuß im  feuchten Gras wandeln, dem Gesang der Vögel lauschen und die Sonne begrüßen, die sich langsam über Hügel und Bäume schiebt. Sonnenlicht, Sonnenstrahlen mitten hinein in mein Herz. Wie leicht ist es in diesem Augenblick, mein Herz einfach weit zu öffnen, ohne Vorbehalte und Widerstände. Einfach aufmachen und sein.

Im Laufe des Tages habe ich dann Briefe an die Menschen geschrieben, die mich in den letzten Monaten unterstützt und begleitet haben. Die einfach da waren ohne lange rumzureden. Es war mir sehr bewusst dass es ein besonderer Geburtstag ist und ich hatte einfach das Bedürfnis, mich bei diesen Menschen genau an meinem Geburtstag zu bedanken. Was für eine Wohltat, so voller Freude, Dankbarkeit und Verbundenheit in ein neues Lebensjahr zu starten. Dazwischen immer wieder Anrufe und SMSse.

So habe ich den ganzen Tag verbracht, vor lauter Sein in der Freude sogar das Essen vergessen, hatte einfach keinen Hunger, war ganz anders genährt.

In diesem Bewusstsein stehe ich seitdem nun jeden Morgen auf, etwas ist anders.

Ach wie schön.

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Heute Mittag in der übervollen stickigen U-Bahn Richtung Innenstadt.

Am Stachus steigt eine Dame aus, die mir gegenüber gesessen war, spricht mich an

„Sie haben so ein schönes fröhliches Strahlen – eine Wohltat!“

und entschwindet….. Bin total verdutzt, die Menschen um mich her grinsen mich an.

Stimmt schon, ich war in Gedanken bei mir und der Freude die ich bin. Kleine Medi im Gewühle der U-Bahn. Und ich dachte an die netten Kolleginnen und Kollegen bei Vollcorner und den Kassendienst ab 16.00 Uhr. Zu gerne bin ich zweimal in der Woche dort.

Eine Wohltat – sagte die Dame. Mir selber wohl tun, mich selbst in der Freude beobachten und möglichst nur noch tun, was mir wirklich Freude macht.

Und dabei offensichtlich eine Wohltat und Freude für andere sein, ohne dass ich dies bezwecke. Ergibt sich einfach aus dem bewussten SEIN heraus.

Also wirklich – eine Wohltat – ohne etwas zu tun.

 

 

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So viel los seit meinem letzten Eintrag. So viel Freude um die Herzverklemmtheit zu lösen und mein Herz immer mehr und mehr dem Leben und Vertrauen zu öffnen.

Seit über zwei Monaten lebe ich bei einer Freundin als Gast in München, die Entscheidung alles am Staffelsee aufzulösen und mich ins Neue (von dem ich nicht wusste was es sein wird) zu wagen, war und ist sowas von richtig.

Abenteuer. Heldinnenreise. Pionierin des Neuen.

Und es ist wirklich so, von Moment zu Moment, von Tag zu Tag präsentiert mir das Leben Angebote, Verlockungen – sogenannte „Versucherle“ – Möglichkeiten, Erfahrungen.

Kann frei wählen was davon ich annehme, ausprobiere, lasse.  Vor allen Dinge lasse! Und daraus entwickelt sich eine neue Art von Gelassenheit. Von innen heraus. Weniger Verstrickungen, weniger Konflikte, weniger seltsame Gefühle.

Und dann – wenn ich weniger achtsam oder bewusst oder unausgeschlafen bin – reagiert zwischendurch wieder mal das alte Menschlein, die alten Gewohnheiten und Gefühle. Und auch das ist nicht schlimm, kann im Nachhinein sogar darüber lächeln oder lauthals lachen. Wahrnehmen, Atmen, Fühlen. Alles darf so sein wie es ist. Schimpfe nicht mehr mit mir selbst und über meine angeblichen Fehler oder ein Versagen. Liebevolle Hinwendung nach innen, das Herz ansummen mit dem Eigenton der Zufriedenheit.

Manche Freundschaften und Beziehungen gestalten sich dadurch neu, andere plätschern aus. Eine ganz neue Tiefe und Ehrlichkeit zieht in mein Herz ein, mir selbst und anderen gegenüber. Interessant dies zu beobachten, ohne Schmerz und Traurigkeit. Die Veränderungen geschehen lassen und der Freude einen weiten Raum öffnen.

Schreibe wieder mehr Briefe und bekomme berührende, stärkende Post. Wie schön.

Wenn du magst, dann schreibe doch heute oder morgen auch wieder mal einen Brief aus deinem Herzen heraus, an dich selbst oder einen lieben Menschen. Deine Liebe in deinen Worten und Gedanken wird sowohl dich als auch die anderen berühren und erfreuen. Garantiert.

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Die Freude in mir ist immer noch da, doch die Schreibfreude war verstummt. Gar nicht so sehr die Freude am Schreiben, sondern das Schreiben über die Freude. Ganz tief in meinem Herzen wandelt sich offenbar etwas und darüber konnte ich nicht schreiben. Bis zu der gestrigen Begegnung.

Ich entdeckte eine kleine Bäckerei in der Nähe, aus der offenen Ladentür duftete es mir köstlichst entgegen verbunden mit schöner Musik. Ein kleiner Laden mit selbst gemachten Eis und verschiedenen Semmeln, Broten, Croissants, Ecclairs und Törtchen. Der Chef begrüßt mich mit „Bonjour Madame“ – und sofort fühle ich mich nach Frankreich versetzt und die wunderschöne Zeit, die ich vor einem Jahr dort verbracht habe.

Wir kommen ein bißchen ins Gespräch und ich erfahre alles über die selbst produzierten Produkte mit französicher Butter. Ich liebe es wenn Menschen ihr Werk mit Liebe und Hingabe tun. Kaufe eine Rosinenschnecke und ein Zimtteilchen und entscheide mich dann noch für zwei Kugeln Eis. Einmal Cassis und dann noch Dattel-Sesam. Ich schaue wohl etwas skeptisch und der nette Chef bietet mir ein Löffelchen zum Probieren an.

Darauf hin ich: „Ach nein, ich nehme jetzt einfach Dattel-Sesam und wenn es mir nicht schmeckt, dann beim nächsten Mal eben etwas anderes. Ich möchte in meinem Leben immer etwas neues ausprobieren.“

Darauf hin er: „Ich glaube dazu bin ich zu verklemmt!“

Darauf hin ich: „Stimmt – herzensverklemmt!“

Er greift sich mit der Hand ans Herz, bekommt leicht feuchte Augen und sagt: „Ja das stimmt, mein Herz ist manchmal verklemmt“

Wie kann ich sie in diesem Moment so gut fühlen – diese Herzensverklemmtheit. Die uns von unserer Freude trennt die wir sind, die uns von unserer Lebensfreude und Zuversicht trennt.

So viele Menschen haben Probleme mit dem Herzen bis hin zum Broken-Heart-Syndrom.

Und wie einfach ist es doch, die Verklemmtheit zu lösen, wenn sie mir bewusst wird und ich sie fühlen kann, körperlich und übergeordnet. Die Verklemmtheit und manchmal auch Beklemmung innerlich lösen wie die Handbremse beim Auto.

Behutsam lösen und mich wieder ganz bewusst mit dem Strom der Liebe und des Lebens verbinden.

Danke für diese wundervolle kurze Herzensbegegnung und das wieder in den Fluss und Flow kommen. Einfach nur DANKE.

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So ein rein gewaschener Morgen. Die Luft ist wieder frisch und klar, das Überhitzte hat sich abgekühlt. Kann wieder auf- und tief durchatmen, habe wieder mehr Freude an Bewegung.

Und sofort bringt mich das tiefere Atmen wieder mehr nach innen, in mein Herz und in meine Freude. Allein schon die Tatsache, das Ich bin, das ich hier bin und es mich gibt, das ich mit anderen in Freundschaft und Liebe sein darf, macht mich glücklich und lässt mich den Urgrund der Freude fühlen.

Freudekraft, Herzkraft.

Wandelnd und verändernd – einfach dadurch dass ich mir dieser Kraft immer wieder bewusst bin. So gut es eben als Menschin geht. Da ist doch so ein klarer und kühler Morgen ein wundervolles Geschenk.

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Jetzt habe ich in den letzten Tagen so viel gemacht, was wirklich Freude macht, da bin ich gar nicht mehr zum Schreiben gekommen, sondern abends einfach nur glücklich ins Bett gesunken.

Immer wieder begegnet es mir, dass Menschen aus meinem Umfeld der Meinung sind, es wäre radikal oder zu radikal, sich selbst und der Freude zu folgen. Also ich wäre zu radikal in dem wie ich mein Leben lebe.

Dieses Wort „radikal“ hat mich angetriggert, empfinde ich mich selbst nun wirklich nicht als Radikale oder das Bild welches ich davon habe. Die Erfahrungen in meinem Leben und das Fühlen derselbigen haben mich einfach dazu gebracht, mich selbst – so gut es irgendwie geht – zu lieben. Mit allem wie es gerade ist und so wie ich bin. für mich ist das eine hohe Herausforderung, mal gelingt es, mal nicht. Doch jeden Morgen wache ich auf mit dem Gefühl der Freude darüber dass es mich gibt. Pure reine Freude.

Und dieser Freude folge ich liebevoll konsequent durch den Tag. Immer dann wenn es mir bewusst ist. Ich schaue immer mehr auf das was ist und lasse es sein, auf das zu schauen was nicht ist. Das verändert alles, also in meinem Leben, UND es gibt kein Zurück. Und irgendwann klappt es auch nicht mehr mit Kompromissen. Will ich nun der Freude folgen oder nicht?

Von außen betrachtet mag es radikal erscheinen, von innen betrachtet ist es ein nach Belieben Belieben dessen was ist. Mir taugt es so, sogar sehr und es ist die allergrößte Freude, der Freude zu folgen. Radikal und konsequent. Für mich. Nur für mich.  Auf manche wirkt das eher abschreckend, andere lassen sich anstecken und inspirieren und wir haben jede Menge Spaß und Freude miteinander. Einfach so.

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