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…so lautete heute morgen eine Nachricht im Frühstücksfernsehen. Die deutsche Bundeswehr verfügt über 246 Kampfflugzeuge, von denen 150 nicht einsatzfähig sind.

Mir kam sofort der Gedanke: Wir sind nicht Kampf bereit, wir sind nicht bereit zu kämpfen. Denn wenn es dafür eine wirkliche Mehrheit gäbe, wäre auch das Material einsatzfähig.

Zu was sind wir dann bereit, zu was bin ich bereit? Diese Frage gilt es sich jeden Morgen neu zu stellen. Wozu bin ich heute bereit, wofür trete ich ein, wofür entscheide ich mich, was wähle ich?

Ich kenne einen erfolgreichen Unternehmer in Uffing, der setzt sich jeden Morgen – nach dem Zeitunglesen und Kaffee und vor dem Verlassen des Hauses –  eine Viertelstunde auf die Terrasse, sommers wie winters. Und in dieser Viertelstunde ist er mit sich, dem neuen Tag, den Terminen, den Begegnungen, den Themen und Problemen. Und aus der Stille heraus startet er in den Tag. Mit klaren Entscheidungen für das was heute ansteht. Damit trifft er jeden Morgen eine Wahl. für sich, für sein Sein, für sein Tun.

Ich entscheide mich jeden Morgen für die Freude. Ich freue mich darüber, dass ich munter aufgewacht bin, dass ein neuer unberührter Tag vor mir liegt, dass ich gesund bin, dass ich mit netten Menschen zusammen sein werde, dass ich an dem wunderbaren Staffelsee leben kann usw. Und diese morgendliche Wahl für die Freude trägt mich durch den Tag. Ganz besonders dann, wenn es mal nichts zum Freuen gibt, gerade dann gilt es immer wieder die Freude zu wählen.

Mit dem Kämpfen können wir nun wirklich aufhören, v.a. mit dem Kampf gegen uns selbst. Und uns dafür bereit machen für die Freude, sie zu unserer Lebvensgrundlage, zu unserem Fundament zu ernennen. Und aus dieser Haltung heraus „die Welt zu retten“, wobei die Welt ja wir selbst sind.