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Annette

Gerade habe ich mit meiner Freundin Annette telefoniert. Wir haben wieder einmal über das Leben philosophiert und unsere innere Ausgerichtetheit, wohl wissend, dass in unserem Leben das auftaucht und sich zeigt, was wir meist – unbewusst – glauben oder zu wissen meinen. Sie sagte dann: „Wenn gar nichts mehr geht, dann mache ich Lachyoga auf dem  Fahrrad, irgendwann werde ich noch wegen lauten Lachens verhaftet werden!“ Eine zu schöne und erheiternde Vorstellung, dass jemand wegen lauten Lachens auf dem Radl verhaftet wird – UND es zeigt auch, wie wir konditioniert sind. Lachen und Freude als Ruhestörung und nicht als heilsam wirkendes Mittel – rezeptfrei!

Sie erzählte mir dann noch von Cornelia Leisch, die seit 2005 jeden Sonntag um 11.00 Uhr zum Lachyoga in den Münchner Westpark (beim Rosengarten) einlädt. Ich war auch schon mehrmals dort und ich hatte wirklich Glücksmomente unbeschreiblicher Art – einfach nur lachend in Gemeinschaft mit anderen lachenden Menschen. Heute steht in der Süddeutschen Zeitung ein Artikel über sie und ihre Ideen – das ist wahr und gar nicht lachhaft….https://www.facebook.com/cornelia.leisch?fref=pb&hc_location=friends_tab&pnref=friends.all

Und über all dem Lachen ist mir noch eine schöne Geschichte eingefallen, die ich vor vielen Jahren in einer Nürnberger Pizzeria erlebt habe: Ich traf mich mit vielen Kindergartenmüttern zum Frauenabend in Nürnberg, den Kindergarten hatte ich als Berufsanfängerin acht Jahre geleitet. Ich lebte inzwischen in München, doch wir trafen uns noch alle 4-6 Wochen, weil wir uns so gut verstanden und in Verbindung bleiben wollten. Im Laufe des Abends (ich hatte im übrigen keinen Alkohol getrunken, da ich nichts vertrage) erzählte ich meine Begegnung mit Konstantin Wecker bei Sport Schuster in München und wie ich ihm und seinen Freunden Wanderschuhe für ihren anstehenden Urlaub in der Toskana verkaufte…….. diese Geschichte könnte ich eigentlich auch mal erzählen…..

Also gut, wir hatten sehr viel Spaß und wir lachten viel und ausgiebig – bis uns das Lachen verging. Wir wurden nämlich gebeten, die Pizzeria wegen lauten Lachens zu verlassen, obwohl wir die einzigen Gäste waren! Immerhin wurden wir nicht verhaftet! Lachend beglichen wir unsere Rechnungen und zogen weiter in ein anderes Lokal – und hatten den ganzen Abend noch sehr viel Spaß: Als wir dann endlich nach Hause gingen – mit schmerzenden Bäuchen wegen Lachmuskelkater – bedankte sich die Wirtin für den schönen Abend mit den Worten: „Soviel habe ich schon lange nicht mehr gelacht, kommen Sie doch bald wieder!“