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Nun sind schon wieder fast drei Wochen nach meiner Rückkehr von der Insel Lesbos vergangen. Schon seit vielen Jahren habe ich mir gewünscht, an einer Meditationsreise auf Lesbos teilzunehmen und in diesem Jahr hat es geklappt.

Noch immer bin ich ganz erfüllt von der Zeit auf Lesbos – SO habe ich Griechenland noch nie erlebt. Schon als ich in der Hauptstadt Mytilini aus dem Flugzeug stieg, war es anders als sonst. Die Luft war viel weicher und was auch immer, es rührte mich zu Tränen, etwas in meinem Inneren wurde berührt. Ich kenne sowohl das Festland auch einige Inseln sehr gut und ich liebe Griechenland und die Griechen (von daher bin ich natürlich voreingenommen), doch das hier war wirklich anders und ich konnte es mir anfabgs auch nicht erklären.

Wir wurden von einem Bus abgeholt und zu unseren Hotel in Petra gefahren – einmal quer über die Insel und schon diese Fahrt war ganz anders als das, was ich kannte. Der nette Busfahrer fuhr ganz entspannt durch die vielen Kurven, ohne Hupen und ohne heftiges Bremsen. Hey, was war das denn? Eher ein sanftes und gemütliches Schaukeln – fast schon wie in Abrahams Schoss oder auch Mutter’s Bauch.

Im Hotel Alma wurden wir ebenso freundlich und sanft begrüßt, alles war vorbereitet und organisiert, kein übliches lautes Gerede und Hin und Her, sondern sehr viel Klarheit, Aufmerksamkeit und Präsenz. So mein erster Eindruck, der sich in den kommenden zwei Wochen sehr vertiefen sollte. http://www.almahotel.gr/

Ja und das war der Beginn zu zwei wunderbaren Wochen des Glücks und der Freude! Regina Schmitz führte uns auf wunderbaren Wanderungen zu geheimen, kraftvollen und heiligen Orten. Die Meditationen verstärkten unsere Eindrücke und führten uns auch auf eine Wanderung nach innen. Die Insel trug uns mit ihrer spürbaren Liebe, zum ersten Mal in meinem Leben konnte ich fühlen, was mit „Mutter Erde“ gemeint ist, die alles trägt und transformiert.

Wir kehrten in ganz besonderen Tavernen ein, in den wir mit köstlichen Spezialitäten und so viel Freundlichkeit verwöhnt wurden, dazu der Lesbos gebrannte Ouzo!

Nette griechische Fahrer brachten uns an Ausgangspunkte und sie nahmen uns so wie wir waren, obwohl wir von außen betrachtet sicherlich eine eher ungewöhnliche Gruppe waren. Immer und überall ließen sie uns spüren, dass sie sehr dankbar waren, dass wir auf ihre Insel gekommen waren, wo doch der Tourismus in diesem Jahr so gut wie nicht stattfindet. Urlaub und Flüchtlinge, dies ist für die meisten Menschen keine gute Kombination.

Und ich habe mich oft mit Einheimischen unterhalten, mein Griechisch ist besser als mein Englisch und so konnten die Gespräche auch etwas in die Tiefe gehen. Sie sagten dann immer, dass sie es öfters hören, dass Lesbos anders ist als das „sonstige“ Griechenland und sie wissen auch nicht, woran das liegt. Für mich ist das klar, sie sind so wie sie sind, überaus freundlich, entspannt, interessiert und liebevoll. Und diese Haltung kommt von innen, ist nicht nur eine geschäftsmäßige Haltung Touristen gegenüber. Es heißt ja, Lesbos sei die Insel der Liebe – besonders seit der Dichterin Sappho – und die vielen heißen heilenden Quellen sind ein fühlbarer Ausdruck dieser Liebe. Wie auch immer, noch nie habe ich mich so eingehüllt und „gepampert“ gefühlt, DANKE dir du Insel und DANKE euch Insulanern und DANKE Regina, dass du uns soviel von deiner Insel gezeigt hast. Und DANKE mir, dass ich mich getraut habe – trotz meiner Ängste bezüglich Wandern und „Flüchtlingskrise“. DANKE für diese zwei Wochen purer Freude. DANKE – und ich komme wieder!

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