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Vor vier Wochen, bei meinem morgendlichen Gang auf den Balkon, landete ich barfuß im Schnee. Brrrr. Seitdem hatte ich das Gefühl eingefroren zu sein. Alles verlangsamte sich in mir, das Sprechen, das Schreiben, das Wahrnehmen. Hatte eigentlich auf so gar nichts richtig Lust, geschweige denn Freude in mir. Winterkälte friert irgendwie mein ganzes System ein und lässt mich dadurch auch ruhen. Dieses Mal habe ich mich auch nicht dagegen gewehrt, habe es einfach wahrgenommen als Zeit des Fühlens und Loslassens, vor allem von lähmenden oder angstmachenden Gedanken.

Und nun der gestrige Tag, 2.2., Lichtmess: Sonne pur, Wärme, Vogelgezwitscher, lauer Wind, neuer Frühlingsmantel. Immer wieder kleine Herzhüpfer vor Freude.

Mittagessen beim Italiener in der Sonne. Mit allen Sinnen das köstliche Essen genießen, die Freude der Menschen um mich herum spüren. Ein paar Zeilen im Buch lesen.

Zum Nachtisch ein Eis in unserer Lieblingseisdiele Gabriella, auf der Bank in der Sonne sitzen, ein netter Plausch mit zwei älteren Damen. Dann kommt noch eine Bekannte vorbei, wir bestellen uns noch einen Capu und haben ein intensives Gespräch über das Leben. Wie sich ganz konkret im Alltag auf die Freude ausrichten. Sich die Freude erlauben, aus Dramen und Krankheit aussteigen.

Das Leben ist als Freude gedacht und gewollt und gestern – in meinem aufgetauten Zustand – konnte ich es wieder spüren.

Willkommen Frühling.

Willkommen Leben.

Willkommen Freude.

Herzfreudehüpfer.

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