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Feiertag – und ich um 5.00 Uhr wach – gerne hätte ich noch a bisserl länger geschlafen. Doch es hält mich nichts im Bett, also aufstehen, Capu zubereiten, warm anziehen und dann hinaus auf den Balkon.

Es ist so still. Einfach still. Die Rehe husten, der Kuckuck ruft vor sich hin, ein Specht klopft, Gänsegeschnatter. Ansonsten nichts, nicht mal Autogeräusche. Einfach nur still.

Sitzen, atmen, weilen.

Gedanken tauchen auf, ziehen lassen. Mich wirklich auf diese Stille einlassen, Dem Impuls der inneren Unruhe nicht nachgeben, Vorbereitungen Vorbereitungen sein lassen…..

Und dann mit einem Mal – taucht es auf, steigt es auf wie ein Luftballon:

Schön, dass du da bist!

Schön, dass du bist wie du bist.

Du brachst nicht mehr und nichts anderes sein als du selbst.

Mit allem was du bist, was du an dir magst und was du an dir nicht magst oder sogar ablehnst.

Einfach nur: Schon, dass du da bist!

Stille. Es passiert nichts, es bleibt im Außen still.

Doch in mir breitet sich ein ungeahntes Gefühl von Wärme aus, von Weite, ein Glitzern.

Schön, dass du da bist, heute, jetzt. Das du immer weiter gegangen bist durch alle Prozesse hindurch, wer von uns kennt das nicht?

Und dann fällt es mir wieder ein, dieses Lied „Merci Cherie“, gesungen von Helene Fischer für Udo Jürgens zu seinem 80. Geburtstag. Schwingt sich über allem die Liebe auf- Irgendwie kitschig dieses Lied und doch so wahr. Und es lädt mich ein, dieses Lied, heute an diesem Karfreitag, loszulassen all das, was mich zurückhält und trennt von der Liebe, der Freude und dem Leben.

Morgenstille.

Still, berührt, erfüllt, beschenkt, reich und weich fühle ich mich an diesem Morgen. Wow.

Euch allen einen gesegneten Tag in der Liebe.