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Gestern war wieder mal ein ganz besonderer Tag der Freude und in der Freude.

Seit Tagen endlich mal wieder warm und sonnig und ich in der Stadt – ob mir das wohl gefällt? Während ich die Autobahn nach München für mich habe und sehr kreativ fahren kann, rollt es Richtung Süden dicht gedrängt in Zweier- und Dreierreihen….. Doch ich habe mich angemeldet und freue mich schon lange drauf….. wird schon ein schöner Tag werden!

Bea Rautenberg hat zu einem Photo-Alchemie-Workshop eingeladen, d.h. mit den eigenen Photos spielen und sie wandeln und Neues entstehen lassen….. Bea hat es vor zwei Jahren in einem Photo-Zen-Workshop geschafft, etwas in mir zutiefst schlummerndes zu wecken und mir meinen eigenen Glaubenssatz „Ich bin nicht kreativ und kann nichts ausdrücken“ genommen.

Während meiner Schulzeit hatte ich einige Freundinnen, die sehr kreativ waren und im Kunst- und Werkunterricht immer eine Eins hatten- Im Gegensatz zu mir: egal wie ich mich im Zeichnen, Töpfern, Arbeiten mit Holz und Metall usw. anstrengte, meistens bekam ich eine Vier auf meine künstlerischen Werke, vielleicht auch mal eine gnädige Drei. Mir machte das zu schaffen, weil es mir nicht egal war. Ich hatte Lust auf Gestalten, doch die vom Lehrplan geforderten Werke waren einfach nicht mein Ding und dann noch die tollen Freundinnen….. also ließ ich es irgendwann sein, hatte die kindliche Experimentierfreude und die Lust verloren. Lebte meine Freude an Ausdruck und Kreativität in der Sprache (meine Deutschlehrer waren begeistern von meinen Aufsätzen, dem Sprachfluss und der Phantasie) und in der Musik aus.

In der Erzieherinnenausbildung „hasste“ ich Kunst und Werken und in meinen ersten Jahren als Erzieherin machte ich mit den Kindern die dollsten und verrücktesten Sachen außer klassische Bastelarbeiten. Die Kinder fanden das toll, manche Eltern oder Kolleginnen weniger, da ihre Kinder doch nichts „vorweisen“ konnten. Hauptsache, die Kinder waren glücklich und mir blieb das von Fröbel initiierte Basteln erspart!

So, jetzt aber zurück zu gestern. Dieser Blog brachte es mit sich, dass man bzw. frau mir sagte, ich brauche Bilder, ein Blog ohne Bilder geht nicht.

Also habe ich vor zwei Jahren den Photo-Zen-Workshop bei Bea Rautenberg mitgemacht, es war ein nahezu himmlisches Wochenende und hat in mir etwas „wachgeküsst“! Das geht wirklich – auch ohne Prinz! Seitdem fotografiere ich mit einer einfachen Digitalkamera und kann ganz wenig im Photoshop. Doch manchmal geht es mir so, dass ich selbst von einem eigenen Photo berührt bin und das mich ein Bild durchaus auch sprachlich inspiriert.

Gestern nun der nächste Schritt – mit von Bea entwickelten Methoden die eigenen Photos zu wandeln und als Bild zu gestalten. Neue Welten tun sich da auf, Horizonte, Weite, Freude.

Heute morgen nach dem Aufwachen war ich selbst überrascht, was da gestern unter Beas Leitung alles so entstanden ist UND das ich Lust habe, nun selber mehr auszuprobieren. Kann es eigentlich gar nicht abwarten, morgen im Kunstladen in Murnau Farben und Leim zu kaufen und weiter zu spielen. Ein ganz wunderbarer Weg um die Freude in mir zu stärken und wachsen zu lassen…..

Danke Bea für dein Geschenk des gestrigen Tages und dass du selbst deinen Weg als Künstlerin annimmst und auf deine ganz besondere Weise weitergehst und uns so viel schenkst, danke! Das ist viel mehr als nur ein Workshop!

http://beatrixrautenberg.de/