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Am Freitag habe ich meinen Vater in Nürnberg besucht – morgens hin und abends zurück, Halb sechs aufstehen, mein verschlafenes Gesicht freundlich im Spiegel begrüßen, Katzenwäsche, anziehen und ab zum Bahnhof, unterwegs beim Bäcker noch schnell einen Capu mitnehmen.

Am Bahnsteig noch ein paar wartende Reisende, mindestens ebenso verschlafen wie ich. Wir stehen rum, träumen vor uns hin, morgendliche Stille. Dann schleicht sich leise der Zug heran, irgendwie fährt er an diesem Morgen fast lautlos. Einsteigen und losfahren.

Capu, die Landschaft vorbei ziehen lassen, im Tag ankommen.

Und dann das Spektakel: Sonnenaufgang über dem Starnberger See. So schön!

Wie ist es doch schön hier auf unserer Erde, ich bin tief berührt.

zug2

Abends um acht dann wieder zurück, es ist schon fast dunkel. Finde ein kuscheliges Plätzchen und kann den Tag, die Gespräche, nachklingen lassen. Dann fällt mir ein, dass Conni jetzt Urlaub hat, schnell eine SMS geschrieben und einen schönen Urlaub gewünscht. Sie schreibt mir zurück, dass sie gerade in München mit dem ICE Richtung Frankfurt losgefahren ist. Ich schreibe zurück, dass wir uns dann wohl auf der Strecke begegnen werden – finde ich irgendwie süß diese Vorstellung.

Ingolstadt – der ICE hält. Gegenüber steht auch ein ICE. Hey da sitzt doch Conni drin! Wieder das Handy gezückt und sie angerufen. Und da stehen wir uns also für einen kurzen Moment in unseren ICEs gegenüber und lachen und gackern und winken uns zu. Ihr ICE fährt zuerst los und ich winke den Rücklichtern hinterher….. Bin wieder voll wach und energetisiert, wie doch ein kurzer Moment alles verändern kann.

Unterwegs sein, sich aufmachen und pure Freude erleben und genießen.