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Heute morgen um sechs aufgewacht, die Mondsichel leuchtet zum Fenster herein, Sterne funkeln am klaren Himmel. Juhu, heute wird die Sonne scheinen nach diesen schweren bleiernen Tagen. Es ist sonntäglich still und leise schleicht sich die Freude in mein Herz und diesen Tag hinein.

Aufstehen, eine Runde schreiben. Endlich dämmert es. Warm anziehen und nichts wie raus in diesen Wintermorgen. Normalerweise zieht es mich ja Richtung See, doch heute tragen mich meine Füße den Sonnenstein hinauf, eine Erhebung hinter dem Dorf. Traumhaft weiter Blick bis hin zu den Bergen, sanftes Morgenleuchten, sogar den See in seinem Winterkleid kann ich sehen. Unberührte Stille. Bis auf einen einsamen Jogger der mich schweigend überholt.

Den neuen Tag ganz bewusst empfangen.

Staunen über die Schönheit.

Dankbarkeit für dieses immer wieder wunderbare Ding von Leben.

Einfach so und so schön.

So wie die Sonne immer da ist (auch wenn sie sich zur Zeit sehr rar macht), so ist auch die Freude in mir da. Auch wenn ich sie manchmal einfach nicht spüren kann. Das liegt dann wohl eher an mir, weil ich mich so sehr von anderen Dingen beeinflussen, beeinträchtigen lasse. Und manchmal braucht es wohl auch die dunklen Stunden und Zeiten als Durchgangsstation, fühlt sich an wie in einer engen Schleuse.

Und dann – mit einem Mal – gehen die Tore auf und der Weg ist frei, wirklich frei auf einer neuen Ebene. Und es sind wir selbst, die den Weg frei machen. Durch die eigene Bereitschaft durch das Dunkle und Schwere hindurch zu gehen in dem Wissen, dass Sonne und Freude da sind, in uns sind.

In diesem Sinne wünsche ich dir und euch einen sonnigen Tag in der Freude.

Von Herzen Sabina

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