Schlagwörter

, , , , ,

Seit Tagen bin ich mit dem Wort „brav“ unterwegs und ich habe entdeckt, dass dieses Bravsein, dieses brave, mich oftmals daran hindert, die zu sein die ich bin und voll und ganz in der Freude zu sein.

Brav erfülle ich meine Bürgerinnenpflichten.

Brav sage ich zu vielem Ja, obwohl ein NEIN in mir ist.

Brav verfolge ich das Regierungsbildungsdrama, obwohl es mich total annervt.

Brav bin ich heute lustig, weil Fasching ist.

Brav bin ich ab morgen wieder brav, weil der Spa´ss dann wieder vorbei ist.

Brav lasse ich es zu, dass die GEZ ihre Zwangsgebühr von meinem Konto abbucht, obwohl es im öffentlich-rechtlichen Fernsehen fast nur noch Drama, Mord und Totschlag gibt.

Brav übernehme ich so vieles und hinterfrage gar nicht, ob es wirklich wahr ist.

Ob es wirklich meiner Würde, der Würde von Mensch und Natur und Kreatur entspricht.

Und dann tauchte aus mir auf:

brav

Um aus dem alten Ding von Bravsein, diesem geschützten Raum, dieser unsichtbaren gläserne Decke, rauszukommen, sich davon zu befreien, braucht es MUT!

Nicht immer habe ich diesen Mut, doch immer öfters.

Wie wollen wir denn Neues erleben, wenn wir das Alte nicht loslassen, das Bravsein, das Funktionieren. Alles was uns niederdrückt oder krank macht.

Die alten Kleider ablegen, die Rollen, die Maskeraden, die alten braven Spielchen.

Und mit einem Mal ist sie wieder da, die Freude, die Lust am Leben und auf das Neue.

Wie Robert Habeck sagte, wir wollen das Neue probieren. Me too!!