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Wirklich interessant, beschäftige mich schon so lange mit dem „Thema“ Freude, beobachte und lausche und erlebe die Freude. Habe einen Blog eingerichtet und schreibe darüber, weil ich so gerne schreibe. Und immer immer wieder kommt mir die Freude abhanden und verstehe es nicht wirklich. Bisher.

Am Sonntag habe ich auf der Seite von Stefan Hiene gestöbert und bin auf einen Beitrag gestoßen mit der Aufforderung „Mach mehr von dem was Dir Freude macht!“ 

Sofort regt sich mein Verstand: Mach ich doch schon, noch mehr geht doch gar nicht, du kannst doch nicht nur noch machen, was dir Freude macht!

Olala, die Widerstände sind laut und unüberhörbar. Und schon rutscht mir mein Herz und meine Freude in die Hose, fühle mich seltsam, kraftlos und blockiert. Und mit einem Mal taucht eine ganz tiefe alte, uralte Traurigkeit auf. Das ist nicht nur der Moment, sondern irgendwie ganz tief und ganz alt. Erschrecke in dem Moment selbst und spüre diesem Erschrecken nach. Lasse das Erschrecken und die Traurigkeit einfach da sein – dadurch verliert sie ihren Schrecken. O.k. da ist ganz viel Traurigkeit, muss nicht analysieren wo sie herkommt, lasse sie einfach da sein.

Irgendwann fällt mir dann ein, dass mein Vater mal zu mir sagte, ich sei schon als Kind oft ernst und nachdenklich gewesen. Das einzige woran ich mich erinnern kann, dass ich die Menschen oft nicht verstanden habe, schon als Kind nicht verstanden habe. So viel Streit, Schläge, enge Vorgaben und all das in den 60er und 70er Jahren. Das ist kein Vorwurf, sondern eine Feststellung. Und mein inneres Sein wusste irgendwie schon damals, dass daran irgendetwas irgendwie nicht stimmt und das hat mich einfach nur traurig gemacht, bis heute.

Binchen

Ich kann diese Welt, dieses Abdriften in immer mehr Technik und Perfektionismus und Effizienz, die den Menschen als Mensch fast überflüssig macht, nicht ändern.

Doch worauf ich wirklich Lust habe in einer chaotischen Welt, in der sich irgendwie alles rasant verändert und auflöst, ist es einen Raum der Freude zu schaffen, eben eine Herberge der Freude. Das ist es was ich wirklich will. Die einen machen das und ich mache das.

Gestern dann die Idee:  111 Tage lang ganz konsequent mehr von dem machen was mir Freude macht und einfach schauen was geschieht. Eigentlich weiß ich ja was mir Freude macht, doch oft genug mache ich es dann nicht, traue mich nicht, rede es mir selbst aus weil es vielleicht „zu verrückt“ ist. Und o weh – was könnten dann die anderen über mich denken……. Und vor lauter Denken & Co köchelt die Freude, diese tiefe innere Freude, auf Sparflamme.

Stell Dir mal eine Welt vor, in der viele viele Menschen ganz viel von dem machen was ihnen und anderen FREUDE macht. Stell es dir einmal vor! Einfach nur mal so…….