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Sonntag Morgen. Mother’s Day.

Konnte noch nie viel mit dem Muttertag anfangen. Unsägliche Gedichte lernen, Bild malen oder etwas basteln, vorgegebene Rituale mit all dem Kommerz. Schon als Kind erschien es mir erzwungen und später noch viel mehr. Dieser ganze moralische Druck. Ich möchte aus dem Herzen heraus echt und wahrhaftig sein. Und wenn es mir danach ist, dann mache ich – wem auch immer – ein Geschenk oder eine Freude.

Gestern Abend hütete ich die beiden „Pubertiere“ – Muttern war auf eine Geburtstagsfeier eingeladen. Sophia wollte nach dem Abendessen unbedingt die Küche aufräumen, was bei mir leichte Verwunderung hervorrief. Bis ich kapierte, dass sie alles schön vorbereiten wollte für ihre Mami. Sie hatte genaue Vorstellungen, suchte lange eine ganz bestimmte Tischdecke, räumte alles weg was ihr Schönheitsempfinden störte und dekorierte den Tisch mit ihren Gaben. Es war wirklich berührend und es berührte mich. Ihre klaren Vorstellungen und ihre Liebe. Da war nichts erzwungen und gekünstelt. Einfach nur ein Bedürfnis von innen heraus, der Mami eine Freude zu machen. Heute Morgen ist sie sogar von alleine aufgestanden, hat ihren Bruder dazu gebracht zum Bäcker zu gehen – und das alles in erstaunlicher Ruhe und Stille. Eine fast schon „heilige“ Stimmung.

Wie auch immer dieser Tag nun verlaufen mag,…. ich wünsche euch dreien ein Zusammensein in Liebe und Verbundenheit. Habt Freude aneinander und miteinander! Einfach so!

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