Vor einigen Tagen hatte ich Geburtstag und entschieden, mich für ein paar Tage in die Natur und Stille zu begeben. Raus aus dem Großstadtgetümmel und den Aktivitäten im Außen, rein in meine innere Herberge der Freude.

Zimmer in der Langau gebucht und mich mit Wilhelm, meinem Autochen, im strömenden Regen (sogar der Mittlere Ring war überflutet) Richtung Allgäu begebLangauen.

Ankommen und aufatmen.

So sehr ich das Leben in der Stadt mit lieben Menschen liebe, so sehr brauche ich ab und zu einfach nur Natur und Grün und Stille und Ruhe. Wohltuende grüne lebendige Herzensruhe. Dies habe ich in den Tagen wirklich für mich verstanden, irgendwie ist beides gut für mich und das gilt es eben einfach zu leben und zu sein.

Und auch meinen Geburtstag wollte ich ganz mit mir verbringen. In Dankbarkeit für alles was im letzten Jahr geschehen ist, auch an unvorhergesehenem. In Liebe und Freundschaft mit mir selbst, dass ich nicht aufgegeben habe auch wenn ich nicht weiter wusste. Im Staunen darüber was sich alles im Flow ergeben und sich mein Leben ziemlich flott verändert hat und meinem Mut, den Angeboten des Lebens auch zu folgen.

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Wie ihr wisst, bin ich eine Morgenfrau, Frühaufsteherin. Werde einfach zwischen fünf und sechs wach, bin dann wirklich hellwach und bereit für den Tag. Unabhängig davon wie viel oder auch wenig ich geschlafen habe.

Schnell in ein Gewand schlüpfen und barfuß hinaus. Die Morgenstille umfing mich, hüllte mich ein, ein wirklich ganz besonderes Gefühl von Geborgenheit. Barfuß im  feuchten Gras wandeln, dem Gesang der Vögel lauschen und die Sonne begrüßen, die sich langsam über Hügel und Bäume schiebt. Sonnenlicht, Sonnenstrahlen mitten hinein in mein Herz. Wie leicht ist es in diesem Augenblick, mein Herz einfach weit zu öffnen, ohne Vorbehalte und Widerstände. Einfach aufmachen und sein.

Im Laufe des Tages habe ich dann Briefe an die Menschen geschrieben, die mich in den letzten Monaten unterstützt und begleitet haben. Die einfach da waren ohne lange rumzureden. Es war mir sehr bewusst dass es ein besonderer Geburtstag ist und ich hatte einfach das Bedürfnis, mich bei diesen Menschen genau an meinem Geburtstag zu bedanken. Was für eine Wohltat, so voller Freude, Dankbarkeit und Verbundenheit in ein neues Lebensjahr zu starten. Dazwischen immer wieder Anrufe und SMSse.

So habe ich den ganzen Tag verbracht, vor lauter Sein in der Freude sogar das Essen vergessen, hatte einfach keinen Hunger, war ganz anders genährt.

In diesem Bewusstsein stehe ich seitdem nun jeden Morgen auf, etwas ist anders.

Ach wie schön.

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