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Gestern Nachmittag, wir denken und sprechen die Dinge rauf und runter, drehen uns im Kreis. Und wie kommen wir da jetzt raus aus dem Gedankenkarussell?

In dem wir raus gehn! Ganz wörtlich.

Also nichts wie Schuhe an, Jacke über und eben mal zwei Stationen mit der U-Bahn Richtung Innenstadt fahren, irgendwie zieht es mich in den Hofgarten. Mitten im Zentrum.

Es sind ein paar Minuten zu gehen von der U-Bahn-Station bis zum Hofgarten und im Gehen werde ich ruhiger, wird es in mir ruhiger, beruhigt sich das Gedankenkarussell. Einfach nur durch das Gehen.

Ich liebe den Hofgarten mit seinen vier Brunnen, den vielen schattigen Bänken, den Boulespielern UND dem Dianatempel in der Mitte, dort stehend seit über 400 Jahren.

Gestern wehte leise Geigenmusik durch den Garten, erfreute die Wandlerinnen und Spaziergänger aus aller Welt….. und da stand er also, ein netter Herr mit seiner Geige, die er zart und hingebungsvoll spielte. Selbst ein Stück von Paganini, dem „Teufelsgeiger“, spielte er ungewöhnlich sanft und mit Gefühl. Selten hat mich ein Geigenkonzert sooo berührt. Einfach hinsetzen, die Augen schließen und lauschen.      Und mit einem Mal ist sie wieder da, die Freude in mir, verlieren die kreisenden Gedanken ihre Macht, lösen sich auf im Klang der sanften Töne, die durch die Bogenöffnungen hinausfließen…

Ach – was für eine stille Freude im Innen und im Außen…

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