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Vor zwei Tagen hat mich eine Freundin dazu verführt, mit ihr im Wörthsee zu baden, Mitte September. Ich habe den Wörthsee abgespeichert unter klares blaugrünes Wasser, saukalt und menschenübervoller Strand.

Voriges Jahr hatte ich das Seehaus Raabe am Wörthsee entdeckt, ein wundervolles Plätzchen unter der Woche, ruhig zum Schreiben und Sinnieren und über den See schauen, in der Ferne die Spitzen der Allgäuer Alpen. Habe besagter Freundin mal davon erzählt und sie hat in diesem Sommer den Wörthsee für sich entdeckt, war oft dort, alleine oder mit Freundinnen und kennt sich dort inzwischen besser aus als ich. Und wenn sie mir davon erzählt, strahlt sie übers ganze Gesicht, alles in und an ihr ist  Leuchten und Freude.

Vorgestern also am frühen Nachmittag an den Wörthsee. Geht von ihr aus richtig schnell, ich kannte die Strecke ja nur von Uffing aus.

Viele Autos, viele Menschen. Doch sie kennt sich ja aus, weiß wo es nicht so trubelig ist und so landen wir im Strandbad Fleischmann, sogar eintrittsfrei.

Kann es kaum glauben, die reinste Sommer-Strand-Idylle. Die Menschen lagern in der Sonne oder im Schatten unter Bäumen, die Segelboote dümpeln leicht vor sich hin – und viele mutige Schwimmerinnen und Schwimmer.

Meine Freundin ist auch gleich drin im Wasser, ich zögere noch. Habe keine Lust zum Umziehen und dann das kalte Wasser, echt nicht. Doch ich schwimme halt sooo gern und seit dem Umzug in die Stadt und die neuen Entwicklungen der letzten Monate bin ich trotz dieses famosen Sommers kaum zum Schwimmen im See gekommen. Also überwinde ich mich, klettere die Leiter hinunter und überlasse mich den kühlen Fluten. Die überhaupt gar nie nicht kühl sind. Erfrischendes blaugrünes Wasser umspült mich, trägt meinen Körper und sofort ist diese kindliche Freude am Schwimmen und Bewegen im Wasser wieder da. Einfach nur schwimmen und freuen und genießen.

Danach faul in der Sonne liegen, ratschen, die Wärme auf der Haut spüren. Und sogar nochmal ins Wasser gehen. In mir denkt es vor sich hin: wie ich mich selbst von der Freude abhalte, also dem Glücksgefühl von Freude weil ich bestimmte Vorstellungen, Erfahrungen und Erwartungen habe. Muss echt über mich selbst lachen.

Wir sind dann doch noch auf der Terrasse vom Seehaus Rabe gelandet. Ein vorbei ziehendes Gewitter und ein paar Regentropfen bescherten uns einen freien Tisch, obwohl alles ausreserviert war. Köstliches Essen und ein traumhaft schöner Sonnenuntergang. Und das am 18. September an einem oberbayerisch kühlen See.

Mach mich jetzt los, fahr nochmal zu Kurtis an den Staffelsee, dieses einmalig schöne karibische Strandbad. Im Schatten der Bäume sitzen, über den See blicken, schreiben und natürlich eine Runde Schwimmen!

Mach einfach auch was dir wirklich Freude macht und freue dich das es dich gibt!

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