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Vor einer Woche war ich in Weimar auf einer Tagung zum Thema „Inklusives Wohnen und Leben in Gemeinschaft“ – eine tolle Veranstaltung veranstaltet vom FORUM Gemeinschafliches Wohnen und gefördert vom  Familien- und Sozialministerium in Berlin. Um die 100 Menschen aus der ganzen Republik um sich über ihre konkreten Ideen und Projekte auszutauschen und neue Ideen zu entwickeln.

Inklusion und Gemeinschaft – meine Themen seit ich denken kann. Immer wieder probiert, immer wieder gelebt, auch mal gescheitert, manchmal auch verzweifelt weil ich mich so alleine gelassen fühlte mit meinen Visionen. Und mit einem Mal tut sich was in der Republik, immer mehr Menschen machen sich auf den Weg nach neuen Formen des Miteinanders, probieren es einfach aus, in neuen leichten spielerischen Formen.

Bin dann noch über Nacht in Weimar geblieben, habe das Städtchen auf und ab zu Fuß erkundet. Geprägt durch die Herren Goethe und Schiller und die Anna-Amalia-Bibliothek.

War dieses Mal auch im Goethehaus, hatte die Räume am Morgen für mich, konnte das Treiben und Schlampansen im Haus am Frauenplan förmlich riechen und hören. Meine Lust auf Neues und Gestalten, auf Leben und Ausprobieren ist wieder richtig erwacht. Inspiration pur.

Und dann schickte mir vor ein paar Tage eine Freundin diese Zeilen von Goethe:

„Jeder käme und bliebe nach Belieben, könnte nach Herzenslust Gäste mitbringen. Die Zimmer sollen von sieben Uhr an geöffnet, erleuchtet, Thee und Zubehör reichlich bereit sein. Man triebe Musik, läse vor, schwatzte. Alles nach Neigung und Gutfinden.“

Genauso stelle ich sie mir vor, die Herbergen der Freude. Sei es nun ein Cafe oder eine Schule, eine Firma oder ein Altersheim, ein Rathaus oder Kaufhaus.

War doch wirklich gut, dass ich mich nach Weimar aufgemacht habe – und Danke Peter dass du mich losgeschickt hast.