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Zum Nikolaustag schenkte ich Evi, meiner Vermieterin, ein Plätzchenherz und ein Schokoladenbärchen mit einem roten Herzchen. Ich stellte die Kleinigkeiten auf ihren Platz am Esstisch und zündete dazu eine Kerze an. Ich wusste, dass sie abends und nachts öfter mal aufsteht und in der Küche sitzt und es war mir ein Bedürfnis, ihr eine kleine Freude zu machen.

Was mich dann wirklich am nächsten Morgen berührt hat, war folgendes Bild:

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Sie hatte rings um das Herz drei Mon Cheri gelegt. Mein Liebling. Als ob sie es zu sich selbst spräche…..

Wir beide hatten es anfangs nicht so leicht miteinander, ich konnte nicht so gut mit ihrer Barschheit umgehen. Doch mit jedem Tag wird es einfacher und leichter, finden wir auf dem Herzensweg zueinander.  Kann sehen und fühlen, dass auch sie ein weites Herz hat. War so als ob sie es vor sich selbst versteckt hat, wie so oft bei älteren Menschen. Ein langes anstrengendes Leben, Verlust von Mann und Gesundheit. Bitternis und Einsamkeit.

Mon Cheri, mein Liebling. Mich selbst lieben und Liebe sein. Liebe und Wertschätzung die von außen kommt, annehmen, sich berpühren lassen und das Herz öffnen für sich selbst. Da darf dann alles sein, jedes Gefühl darf dann einfach sein.

Letztens hatte ich mal so den Impuls, ich will mich nicht unglücklich verlieben….. und heute kam dann die Antwort: Ich will glücklich lieben! Und das kann überall geschehen und habe ich schon oft erlebt, ganz besonders in diesem Jahr.

Evi hat den Mut zu lieben, ihr Herz zu öffnen und zu weiten, das beeindruckt mich sehr! Und wir lieben weiter… mon cheri!