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Immer und immer wieder taucht in mir das Lied „Schaue auf das Schöne“ von Karl Adamek auf. Darin geht es ums Abschiednehmen, Loslassen und Schauen auf das Schöne.

Das mit dem Schönen ist mir so sehr vertraut, egal wo ich bin und mit wem ich bin, ich will es einfach immer schön haben. Schaffe es mit Leichtigkeit, eine schöne Umgebung und Atmosphäre zu schaffen, meist mit Kleinigkeiten. Und der Freude daran wie leicht es ist, etwas „schön“ zu gestalten. Sei es nun ein schön gedeckter Tisch, Kerze oder Blumen, ein persönlicher Gruß, eine gut vorbereitete Sitzung, ein wohlriechendes Umfeld zum Schreiben. Es ist mir wichtig und dadurch habe ich es auch meist sehr schön um mich.

Und dieses Bestreben gilt auch für mein Inneres, auch hier will ich es schön haben, schön mit mir haben. Dabei stelle ich fest, dass es dafür viel mehr Aufmerksamkeit braucht. Zu leicht und schnell schleichen sich unschöne Gedanken und Gefühle ein – ohne es zu bemerken oder zu hinterfragen. Darauf liegt in diesem Jahr mein Fokus: Ich schaue auf das Schöne in mir! Guter Plan – mit dem Ergebnis, dass auch alles beleuchtet und belichtet wird, was nicht immer schön ist oder war. Tut manchmal weh, lähmt mich, vergraut und vergrault die Freude in mir. Doch ich gebe nicht auf!

Jeder Atemzug, jeder Moment, jeder Tag ist ein neuer Anfang und das Schöne zieht mich in die Freude, wieder und wieder. Ach wie schön! Allen, denen ich zu Weihnachten die Karte mit meinem Foto und Text geschenkt habe, wissen wovon ich spreche und schreibe.

Schaue auf das Schöne.

Letztens war ich mal wieder bei Bea, sie hatte mich eingeladen, mit meinen eigenen Fotos zu spielen. Witzig – am Tag vorher hatte ich in meiner Ablage einige Fotokopien gefunden und nichts mit ihnen anzufangen gewusst. Da kam Bea’s Einladung genau zum richtigen Zeitpunkt. Sie spürt einfach intuitiv, wann es Zeit ist einen Schritt weiterzugehen und dies über den künstlerischen Ausdruck sichtbar zu machen.

Es waren Fotos von meinen Reisen der letzten Jahre und dem was sich mir an Schönem gezeigt hat. Der große Tisch in Bea’s Kunstsalon hat mich eingeladen, die Fotos auszubreiten und dann meine Hände – von innen bewegt – ihr spielerisches künstlerisches Werk tun zu lassen. Ohne etwas zu wollen, ohne konkrete Vorstellungen. Und dabei meine inneren Glaubessätze loszulassen, dass ich keine künstlerische Begabung habe….. Bea nennt das Transformationsarbeit – und JA, so ist es.

Während die Hände werkeln und schneiden und kleben und malen und Honigwachs bügeln, wandelt sich meine Vergangenheit in etwas Neues und Schönes.

Aus Alt mach neu – ein alter Spruch. Das Alte bleibt ja da, ist Teil des Lebens. Doch es wandelt sich eben in etwas Neues, Überraschendes.

Dieses sinnliche Tun, überaus sinnliche Tun, spricht meine Seele an, schenkt ihr neue Bilder und Impulse, die wiederum meine Freude und Begeisterungsfähigkeit stärken. Es geschieht ganz von alleine, Bea bestärkt mich einfach darin, den Impulsen zu folgen, einfach so. Selbst wenn ich ungefragt eines ihrer wertvollsten Papiere verwende.

Und so traue ich mich immer mehr, mich zu trauen und mir zu trauen. Darum geht es wohl nach wie vor für uns Frauen, dass wir uns trauen und vertrauen in unseren Impulsen und Schönheit. Ganz egal wer was denkt oder sagt!

Immerhin sind wir da schon einen Schritt weiter als die tollen Frauen am Bauhaus vor 100 Jahren, die Dokumentation auf ARD hat mir das sehr deutlich vor Augen geführt.

Und so gehe ich weiter und schaue auf das Schöne!

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