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Nur wenige Bücher haben die vielen Umzüge erlebt, eines davon ist das Bilderbuch „Das schönste Lied“ von Max Bolliger. Eine Mentorin und liebe Freundin hat es mir als ganz junge Erzieherin geschenkt und wollte mich dazu ermuntern, mein ganz eigenes Lied zu singen – in dem Kindergarten, den ich schon mit 20 Jahren als Berufsanfängerin geleitet habe mit Kolleginnen, die allesamt doppelt so alt wie ich waren, zwischen den Eltern die mir ihre Kinder anvertrauten, obwohl ich doch eine junge Berufsanfängerin war, im Kirchenvorstand und in den diversen Facharbeitskreisen. Oftmals blies mir der Wind heftig entgegen, am meisten von den Leitungs-Kolleginnen, die meine Art mit Kindern und Familien zu arbeiten, verhindern wollten. Ich sprengte einfach alte Gepflogenheiten, den immer noch autoritären Umgang mit Kindern und Eltern. War schon da voll und ganz auf Seiten der Menschen und nicht von Institution und Tradition, schuf Freiräume für Entwicklung und Freude, machte die Türen unserer Einrichtung weit auf – lange lange vor der Idee von Inklusion…. und vieles mehr.

In meinem tiefsten Herzen „wusste“ ich, dass alles richtig ist und dass ich richtig bin. Und natürlich hörte ich mir die Stimmen und Meinungen der anderen an, zweifelte an mir und meinen Entscheidungen. In dieser Situation bekam ich dieses Buch geschenkt mit der Ansage: „Sing dein eigenes Lied“ und der König wollte es immer und immer wieder hören und machte vor Freude ein Fest!

Seitdem singe und singe ich, am liebsten auch mein eigenes Lied, lasse es aus mir klingen, spiele die Ukulele. Bin dann einfach und bin glücklich.Das-schoenste-Lied