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Sommer reiht sich an Sommer und rückblickend kann ich den roten Faden darin erkennen, für mich sind es Aufblühzeiten von innen heraus. Voriges Jahr der wunderbare und heilende München-Sommer bei Bea und ihren Kindern, dieses Jahr online mit den Sommergesprächen von Gabriela Linshalm. Hatte davon auf facebook gelesen und mich spontan angemeldet. Es war kurz vor meinem 60. Geburtstag, konnte kaum laufen wegen verletztem Zeh, fühlte mich alt und krank und uninspiriert – da kamen mir die Sommergespräche unter dem Motto „Mutig deinen Weg gehen…“ gerade recht, fühlte sich leicht und unverbindlich an – fast so wie Frauenzeitschriften beim Friseur. Also genauso war mein Gefühl.

Zwei Tage vor meinem Geburtstag ging es dann los, war bei meinem Vater zu Besuch und hätte den Start fast vergessen, konnte erst abends das erste Interview hören. Am besten gefiel mir die Konzentriertheit des Interviews, alles gefragt und gesagt in 30 Minuten. Anregend, inspirierend, wohltuend. Zwei Tage später dann das nächste Gespräch – an meinem Geburtstag, an dem ich doch mit dem Gefühl von Freiheit und verrückter Alter aufgewacht bin. So ging es weiter über fast 4 Wochen – jeweils Montag, Mittwoch und Freitag ein Sommergespräch. Nix da mit Frauenzeitschriften, sondern so viel Liebe, Ermutigung, Anregung, Tiefe, genauso wie ich es mir immer wünsche.

Die Gespräche haben mich, mein Leben und mein Business mehr als hinterfragt – auf eine gute und motivierende Weise. Daraus entstand in diesem sommerlichen Aufblühprozess dann die Neuausrichtung meiner beruflichen Aktivitäten Freude – Schreiben – Inklusion, das Ding nimmt jetzt auf wundersame Weise richtig Fahrt auf. Gabriela ist davon überzeugt, dass auch ein eigenes Business oder Unternehmen einfach und leicht ist, wenn wir mit unserer Seele verbunden sind. Dem stimme ich zu, habe es ja schon oft genau so erlebt! Was mir gefällt, ist diese Klarheit, mit der sie es sagt, da ist kein Raum für Zweifel und Selbstzweifel. Da ist jetzt einfach Raum und Platz für die „verrückte Alte“…..

Tja und dann durfte ich Gabriela interviewen, war gar nicht so einfach, auch das eine interessante Erfahrung. Ich habe ja schon mehrere Frauen hier vorgestellt, doch zu denen hatte ich schon eine Beziehung, wusste etwas von ihrem Leben. Da war das mit dem Fragen einfach. Und ich war mutig, habe mich getraut. Hier also Gabriela Linshalm, noch in Wien lebend:

Sabina: Ich bin davon überzeugt, dass wir göttliche Wesen der Freude und der Liebe sind. Was machst du, wenn du Durchhänger hast, wie bringst du dich selbst wieder in die Freude?

Gabriela: Am schnellsten „bin ich durch“, wenn ich keinen Widerstand habe. Ich weiß, dass auch ich Durchhänger habe, weil ich Mensch bin und dies hier auf der Erde dazu gehört. Ich darf auch mal muffelig sein und erlaube das auch. Umso schneller bin ich auch wieder in der Freude. Es macht keinen Spaß mehr wenn ich darf.

Musik ist für mich ein ganz wichtiges Tool, mal meditativ, mal zum Tanzen, je nach Situation, Musik holt mich ganz schnell wieder raus.

Und rausgehen, Spazierengehen, Natur. Bewegung bringt den Stau wieder in Fluss.

Sabina: Woran merkst du, dass du im Durchhänger bist:

Gabriela: Gute Frage, kommt nicht so oft vor. Ich bin grummelig und schimpfe vor mich hin, was ich sonst gar nicht von mir kenne. Am allerersten merke ich es beim Autofahren wenn ich schimpfe….. Mein Partner merkt es und fragt nach. Ich kann dann vor mich hin erzählen und dann löst es sich schon.

Ich fühle mich unbeweglich, fast komisch, eingesperrt. Bewegungsdrang, körperliches Unwohlsein. Dann merke ich es schon und frage mich „Was ist?“

Sabina: Ich beobachte immer wieder, dass Menschen mir von körperlichen Symptomen oder Befindlichkeiten erzählen und sie nicht bemerken, dass sie gar nicht in ihrer Freude sind.

Das liegt meist nicht daran, dass du zu wenig geschlafen oder ein Bier zu viel getrunken oder zu viel Sport gemacht hast, sondern weil du nicht mit dir und deiner Freude verbunden bist. Eigentlich ist doch ein Schmerz oder sonst ein Symptom ein wunderbares Signal, welches dir sagt, dass du gerade nicht mit deiner Freude verbunden bist.

Gabriela: Ich gehe sehr viel über die Körperwahrnehmung. Der Körper ist ein ganz eindeutiges Sprachrohr, er spricht zu uns und teilt uns mit, was wir vorher an Signalen nicht wahrgenommen haben.

Sabina: Wenn die Freude deine Busenfreundin oder Herzensfreundin wäre, was würde sie dir sagen?

Gabriela: Gehen wir mal wieder in die Stadt einen Kaffee trinken? Meine Freude ist sehr pragmatisch und antwortet dann direkt. Und wenn ich dann in Salzburg bin, dann kommst du rüber und wir machen eine Cafe-Tour.

Sabina: Was ist die allergrößte Freude in deinem Unternehmen?

Gabriela: Ich kann mir meine Zeit frei einteilen und habe nur noch mit den Menschen zu tun, mit denen ich will und wähle, sowohl die Kunden als auch die Mitarbeiter.

Sabina: Was ist die größte Freude in deinem Leben?

Gabriela: Freiheit. Tun und Lassen können, was und wann ich will, meinen Schatz zu haben, in einem dennoch friedlichen Land leben zu können, das ist für mich ein Riesengeschenk, auch wenn mir da politisch noch lange nicht alles passt. Es ist dennoch ein friedliches Land.

Sabina: Und was ist deine größte Freude mit deinen Kundinnen?

Gabriela: Ihnen ebenfalls das Instrument der Freiheit und Schöpferkraft geben zu können. Freiheit zieht sich durch auf allen Ebenen, wenn ich das erleben darf, das macht dann einfach nur noch wow.

Das Strahlen in den anderen, wenn sie sich selbst entdecken.

Sabina: Wenn du deine Freude unendlich ausdehnen, unendlich multiplizieren und vervielfachen könntest, wohin dehnt sich deine Freude aus?

Gabriela: Meine Freude ist unbegrenzt, da ist keine Begrenzung. Freude kommt überall hin, durchdringt alles, ist an keinen Ort, Raum oder Zeit gebunden.

Sabina: Wenn wir uns hinein entwickeln in den Zustand von Freude, welche Formen von Begegnungen und Beziehungen werden wir dann haben oder löst sich das auch alles auf?

Gabriela: Ich kenne den Zustand in der Freude, in der Seele, im einfach Sein. Das macht dann für mich das Feld auf von Synchronizitäten, die genau mehr davon machen. Es zieht Situationen in das alltägliche Leben hinein mit Menschen die ähnlich sind, zu mir her. Und die freuen sich genauso darüber, denn sie haben ja auch „so etwas“ gesucht.

Sabina: Das war mein Sommergeschenk, mein bestes Geburtstagsgeschenk, dass ich über Ulrike zu dir und den Sommergesprächen gefunden habe. Und die Fortsetzung dann im Selbstliebekurs….kraftvoll und magisch!

Gab es den einen Moment oder Schlüsselmoment, in dem du entdeckt hast, dass du selbst pure Freude bist?

Gabriela: Das war eher eine schleichende Entwicklung. Für mich ist Freude ein Zustand und ein Prozess.

Eher ein gegenteiliger Moment – die Erkenntnis: „Ich bin NICHT mein Bankkonto!“ Das war für mich ein Schlüsselmoment, der mich völlig in die Freude gebracht hat. Der Moment wo ich das wirklich entkoppelt habe, war ein Riesen-Shift für mich. Daraus folgend: Wenn ich das nicht bin, was bin ich dann? Das war einer meiner massivsten Switches in meiner Entwicklung.

Das hat im ersten Moment Freude mit mir gemacht!! Die Erkenntnis, dass ich nicht das bin was da auf meinem Konto steht.

Sabina: Was möchtest du den Frauen mitgeben auf ihrem Weg in die Freude?

Gabriela: Erlaubt sie euch und lebt sie! Mir ist das ganz wichtig mit der Erlaubnis. Mir ist das aberzogen worden mit der Erlaubnis, weil sich mein Umfeld nicht mitfreuen konnte. Haben auf mich draufgehauen weil sie meine Freude nicht ausgehalten haben und irgendwann habe ich gelernt, Freude ist schlecht. Das sperrt total ein und macht krank und das ist nicht der Sinn unseres Lebens. Wir leben auf einem Planeten der Fülle und wir dürfen uns das auch nehmen und Freude ist der Ausdruck von Fülle.

Das darf sein und soll sein und muss sein, es geht in erster Linie um die Erlaubnis wieder Freude zu haben, egal wie es den anderen damit geht. Und damit auch mehr und mehr die passenden Menschen ins Leben zu ziehen. Mein jetziger Partner freut sich bei jeder Freude doppelt mit, das ist schon sehr schön.

Sabina: Danke für das Zusammensein in der Freude.

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Gabriela Linshalm