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Heute war der Tag a bisserl zäh, nichts flutschte so richtig, mühsam. Obwohl ich so viel Lust zum Schreiben hatte.

Und dann am Abend der Impuls, noch eine Runde in der Abendstunde an die Isar zu gehen. Habe ein schönes Plätzchen am Wasser gefunden und mich wieder mehr auf mein Innen fokussiert. Das ist offenbar das alles Entscheidende um im Flow zu sein. Weniger Aktivität, mehr Stille.

Mit einem Mal schallt Gelächter über die Wasser. Ich glaube ich sehe nicht recht: Eine Gruppe von Menschen in Neoprenanzügen lässt sich rücklings die Isar hinunter treiben. In einer Linie, an Land würde ich sagen, im Gänsemarsch. So ein ungewohntes und fröhliches Bild, welches mich zutiefst grinsen lässt. Die Leute haben echt Mut und sehr viel Spaß! Sollte ich vielleicht auch mal ausprobieren…… Wie war das doch gleich? Mach mehr von dem was dir Freude macht!

Bin dann noch im Rosengarten gelandet, einem verwunschenen kleinen Park oberhalb des Ufers. Friedlichste Abendstimmung, die Amseln schimpfen, die Fliederbüsche durften um die Wette und in den lauschigen Plätzchen genießen ein paar Menschen diese Idylle mitten in der Stadt. Freue mich schon auf den Sommer, wenn die Rosen blühen. Wie schön dass die Gärten unter der Woche schon morgens um 7.00 Uhr geöffnet werden.

https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/baureferat/freizeit-sport-natur/baumschule-bischweiler-info/themengaerten.html

So hatte ich doch noch einen Tagesabschluss in der Freude und übergebe mich nun den Federn und wünsche euch eine gute Nacht und süße Träume!

 

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„Geht’s uns gut!!“

Einfach so. Der pubertierende Sohn des Hauses bedankt sich überaus freundlich dass ich gekocht habe (sehr überraschende Freude) und Bea ächzt glücklich nach Gnocchis und einem Schlückchen Sekt.

Ja – es geht uns wirklich gut. So richtig von Herzen gut. Weil wir es uns schön machen und der Freude folgen. Wichtige Dinge erledigen, eine Runde „Arbeiten“, Nickerchen, kurze intensive Begegnungen mit den Kindern, die schon Jugendliche sind.

Fühlen was ist. Fühlen was dran ist und auftaucht. Auch das Schwere und Schmerzhafte.

Und dann wieder Freude und Leichtigkeit und Lachen.

Wirklich – es geht uns gut!

Vielmals gut in der Freude.

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Gestern war mal wieder so ein Tag der viel besser war als von mir morgens gedacht. Um halb sieben in die Schuhe geschlüpft und los in den frischen neuen Morgen, das Viertel erkunden. Kaum Menschen unterwegs und die wenigen, denen ich begegne, grüße ich fröhlich. Die sie begleitenden Hunde finden das klasse und antworten mit Schwanzwedeln, die Menschen selbst sind überrascht. Ich auch ob des Schweigens. Na gut, mir macht es Freude, trotzdem zu grüßen.

Streife durch das Villenviertel aus der Jugendstilzeit oberhalb der Isar, die Künstler wussten schon wo es schön war, die Herren Stuck und Mann und Co. Sogar ihr eigenes Theater im Jugendstil hatten sie sich am Prinzregentenplatz gebaut und über allem schwebt der Friedensengel. Verlaufe mich und freue mich auf meinem Capu.

Und so geht es den Tag weiter, habe eine Idee, einen Impuls, folge diesem und dann kommt es anders und besser. Auf diese Weise habe ich Freude, nette Begegnungen, „schaffe“ mehr, manches regelt sich von selbst fast wie von Zauberhand. Am Abend dann eben mal noch zu Ikea, selbst diese Fahrt im Berufsverkehr ganz ohne Stau, es fließt einfach so dahin.

Wir lassen den Abend bei einem Glaserl Sekt ausklingen, die Kinder bauen alleine ihre neuen Stühle zusammen, essen was der Kühlschrank hergibt und sind glücklich.

Was für ein Tag. Es laufen lassen, sich dem stellen was ansteht. Fühlen was da ist, auch das Unangenehme. Soviel Erleichterung und Leichtigkeit und Freude. Mehr Freude geht fast gar nicht – oder doch?

Dem Herzen und seinen Impulsen folgen. Fließen lassen und vertrauen. Staunen und Freuen. Abends im Bett liegen und mir verwundert die Augen reiben und sanft in die Nacht hinüber gleiten und mir einen Traum der Freude wünschen.

Oh wie schön ist das Leben!

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Mai. I am.

Vor einem Jahr die Entdeckung, dass Mai rückwärts gelesen sich wandelt in I am.

I am, Ich bin. Ich bin die ich bin. So wie ich bin. Freue ich mich dass es mich gibt. So wie ich bin und sein werde. Aus dem Innen heraus, berührt, fließend, in Bewegung.

Was für ein Jahr. Was für eine Abenteuerreise. Heldinnenreise als Pionierin des I am und  der Freude. Dem inneren Navi – meinem Herzen – folgend und bereit sein, wirklich alles aufzugeben und loszulassen, was nicht in der Liebe und Freude ist, was nicht mehr stimmt. Nichts wissen, kein Plan. Vertrauen und geschehen lassen.

Klingt einfach und ist einfach. Wirklich. Und doch ist nicht so leicht, sich wirklich auf diesen Prozess einzulassen. Weil eben dann alles sichtbar und schmerzhaft fühlbar wird, was noch nicht in Freude und Liebe ist. Mich selbst aushalten, nichts mehr verdrängen, Schmerz und Traurigkeit da sein lassen und liebevoll fühlen. I am. Ich bin eben alles, auch meine Zweifel und körperliche Schmerzen und ein verwundetes Herz.

Und so sitze ich heute morgen auf dem Balkönchen, still ist es an diesem kühlen Morgen in der sonst lauten Stadt.

Und dann fällt mein Blick auf eine Schaukel im Nachbarhof.

Mach mehr von dem was Dir Freude macht!

Also heute will ich auf jeden Fall eine Runde schaukeln. Könnte auf die Maidult gehen und Kettenkarussell oder Schiffschaukel fahren. Laut juchzend!

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Eigentlich wollte ich heute ganz viel erledigen, doch nichts von all dem ist geglückt. Endlosschlange beim Wertstoffhof, Geschäft geschlossen, Keller kann ich nicht aufräumen, O2 ist nicht erreichbar und so manch anderes Ungemach. Dazu noch Kopfweh was ganz selten bei mir vorkommt. Ungeduld und leichtes Genervtsein kommen auf.

Mach mehr von dem was dir Freude macht!

Meine innere Stimme erinnert mich daran. Danke für den Hinweis, die letzten Tage und Wochen waren anstrengend genug, offenbar gibt es einen besseren „Plan“ für den heutigen Tag.

Also erst mal einen Capu auf dem Balkon und die blühende Kastanie bestaunen.

Wäsche im Freien aufhängen und beim Abnehmen den frischen Duft von Wind und Sonne genießen.

Leckere Brotzeit zubereiten und mir Zeit nehmen für ein Gespräch – ganz bewusst.

Atmen, Fühlen, Mittagsnickerchen.

Eine Runde lesen in dem berührenden Roman „Alle meine Wünsche“.

Die neue Umgebung erkunden und heimlich in Nachbars Garten wohlriechenden Flieder pflücken.

Immer wieder in mich hinein spüren. Wie ist es so ohne vermeintliche Sicherheiten? Einfach nur Sein und vertrauen? Kann ich das wirklich? Vertraue ich dem Vertrauen?

Eine Karte mit einer persönlichen Mail beantworten und mir auch dabei bewusst werden, dass die Freude es ist die mich führt. Und dadurch ziemlich viel verändert, womöglich alles. Indem ich der Freude meines Herzens folge. Wohin mich das wohl noch führen wird?

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So – heute geht es weiter mit mehr Freude.

Gestern war es mir eine echt große Freude, mit einem geliehenen Sprinter nach München zu fahren und einen Teil meiner Möbel zu verschenken. Ich liebe es, mit einem großen Auto durch die Gegend zu fahren und rückwärts einzuparken!

Nun ist der Haushalt aufgelöst und ich fühle mich erleichtert, leichter und frei. Ein neues Lebenskapitel kann beginnen.

Heute noch einmal in der alten Wohnung aufgewacht – morgens um fünf. Sonntägliche Stille – bis auf den Kuckuck, der sich schier heiser ruft. Die Reste ins Auto laden, Capu auf dem Balkon und dann ab zum See, die Badesaison eröffnen. So schön und erfrischend und a bisserl verrückt bei 16 Grad Wassertemperatur. Und so viel Freude beim Anblick von Schnee auf den Bergspitzen.

Tränenreicher Abschied von der Nachbarin und meinen Vermietern. Claudia sagt dann zum Abschied: „Komm gut heim!“

Ich stutze, habe doch grad kein richtiges Zuhause. Meine wichtigsten Dinge sind im Autochen, bei einer Freundin erwartet mich das wohl  vorbereitete Gästezimmer.

Komm gut heim! Na klar, komm gut in deine Freude in DIR heim. Ein geradezu prophetischer Satz und wie schön ist das denn, in meine Herberge der Freude heimzukommen.

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Also wirklich – wie soll ich denn heute mehr machen was mir Freude macht. Bin mitten im Umzug und Haushaltsauflösung, viel zu räumen und tragen und organisieren. Und dann auch noch auf die Freude achten??

In den letzen Tagen habe ich dies probiert – und siehe da, es geht!

Füße tun weh, also eine Runde hinlegen und ruhen.

Nehme mir bewusst Zeit für Schwätzchen wenn ich etwas beim Flohmarkt im Alpenblick oder Prozentemarkt abliefere. Damit unterstütze ich Schulprojekte in Nepal und Arbeitsplätze für Menschen mit Handicaps. Macht so viel Sinn und Freude.

Inge Meißner vom Alpenblick fragte mich dann ob wir am Sonntag die Badesaison eröffnen, der See hat grad so um die 16 oder 17 Grad. Machen wir! Noch im April!!

Und beim Prozentemarkt verwickelte mich ein Mitarbeiter in ein Gespräch und ich erzählte ihm von meiner Idee, für ein paar Monate als Granny Aupair nach England zu gehen. Er voll begeistert: „Gibt es das auch für Männer?“ Tolle Frage, werde ich an Michaela Hansen in Hamburg weiterleiten, der Gründerin von Granny Aupair.

Mittags gab es einen vegetarischen Dürüm Döner. Der Chefkoch des Donerwagens erzählte mir von seiner vielen Arbeit und dass er keine Frau hat. Übe mich im Flirten, da bin ich blank. Dönerwagen zum Anbandeln. Ein lustiges Spiel – ohne Anmache, einfach leicht. Mach ich doch glatt mehr von dem was mir Freude macht und wusste vorher gar nicht, dass mir das Freude macht.

Und dann noch die zwei Damen vom Frauenhaus, die so glücklich sind über meine Sachen. Leuchtende strahlende Augen. „Heute ist Weihnachten und Ostern an einem Tag – mitten im April!“ Und ich freue mich so sehr über das Glück der beiden, viel schöner als die Sachen bei ebay zu verramschen.

Könnte noch mehr erzählen, doch nun muss ich los, viel zu tun UND ich achte ganz bewusst auf die Freude. Das verändert wirklich alles!. Probiert es aus – von Moment zu Moment!

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Wache um 5,30 Uhr von Vogelgezwitscher und plätschernden Regen auf. Schaue raus, wolkenverhangene Berge, graues Licht. Kuschel mich in meine Decke ein und will liegen bleiben. Während des Einkuschelns nehme ich wahr, dass dies irgendwie ein alter Reflex ist, eine altbekannte Gewohnheit, einfach nicht aufstehen obwohl ich hellwach bin. Fühlt sich nicht wirklich gut an.

„Mach mehr von dem was Dir Freude macht“ – da ist er der Impuls.

Was würde mir in diesem Moment Freude machen? Im Regen spazieren gehen!

Also anziehen und rüber an den See. Es riecht so gut nach Regen und Erde, ein kräftiger Wind umweht mich, lässt die Blätter rauschen. Pralles sattes Grün. Graue sich kräuselnde Wasseroberfläche. Langsames Gehen, immer wieder stehen bleiben, Augen schließen und ruhig atmen. Regentropfen im Gesicht. Ein kurzer Moment von Glücksgefühl.

Weitergehen. Kommt mir eine junge Frau joggend entgegen, ruft mir ein fröhliches „Guten Morgen“ zu und lacht.

Weitergehen. Springt mir eine Hündin lachend entgegen, sie zeigt mir ganz direkt ihre unbändige Freude mich zu sehen.

Weitergehen. Überholt mich ein Radlfahrer und ruft mir zu: „Guten Morgen schöne Frau!“

Wer weiß was noch alles geschehen wäre, wenn ich länger unterwegs gewesen wäre. Hatte nicht viel Zeit, mein Tagwerk wartete auf mich.

Was bin ich doch froh, dass ich aufgestanden und dem Impuls der Freude gefolgt bin. Ich wollte mehr Freude und habe überraschenderweise viel mehr davon geschenkt bekommen als ich mir gedacht hatte. Morgens um sechs.

 

Mach mehr von dem was Dir Freude macht!

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Wirklich interessant, beschäftige mich schon so lange mit dem „Thema“ Freude, beobachte und lausche und erlebe die Freude. Habe einen Blog eingerichtet und schreibe darüber, weil ich so gerne schreibe. Und immer immer wieder kommt mir die Freude abhanden und verstehe es nicht wirklich. Bisher.

Am Sonntag habe ich auf der Seite von Stefan Hiene gestöbert und bin auf einen Beitrag gestoßen mit der Aufforderung „Mach mehr von dem was Dir Freude macht!“ 

Sofort regt sich mein Verstand: Mach ich doch schon, noch mehr geht doch gar nicht, du kannst doch nicht nur noch machen, was dir Freude macht!

Olala, die Widerstände sind laut und unüberhörbar. Und schon rutscht mir mein Herz und meine Freude in die Hose, fühle mich seltsam, kraftlos und blockiert. Und mit einem Mal taucht eine ganz tiefe alte, uralte Traurigkeit auf. Das ist nicht nur der Moment, sondern irgendwie ganz tief und ganz alt. Erschrecke in dem Moment selbst und spüre diesem Erschrecken nach. Lasse das Erschrecken und die Traurigkeit einfach da sein – dadurch verliert sie ihren Schrecken. O.k. da ist ganz viel Traurigkeit, muss nicht analysieren wo sie herkommt, lasse sie einfach da sein.

Irgendwann fällt mir dann ein, dass mein Vater mal zu mir sagte, ich sei schon als Kind oft ernst und nachdenklich gewesen. Das einzige woran ich mich erinnern kann, dass ich die Menschen oft nicht verstanden habe, schon als Kind nicht verstanden habe. So viel Streit, Schläge, enge Vorgaben und all das in den 60er und 70er Jahren. Das ist kein Vorwurf, sondern eine Feststellung. Und mein inneres Sein wusste irgendwie schon damals, dass daran irgendetwas irgendwie nicht stimmt und das hat mich einfach nur traurig gemacht, bis heute.

Binchen

Ich kann diese Welt, dieses Abdriften in immer mehr Technik und Perfektionismus und Effizienz, die den Menschen als Mensch fast überflüssig macht, nicht ändern.

Doch worauf ich wirklich Lust habe in einer chaotischen Welt, in der sich irgendwie alles rasant verändert und auflöst, ist es einen Raum der Freude zu schaffen, eben eine Herberge der Freude. Das ist es was ich wirklich will. Die einen machen das und ich mache das.

Gestern dann die Idee:  111 Tage lang ganz konsequent mehr von dem machen was mir Freude macht und einfach schauen was geschieht. Eigentlich weiß ich ja was mir Freude macht, doch oft genug mache ich es dann nicht, traue mich nicht, rede es mir selbst aus weil es vielleicht „zu verrückt“ ist. Und o weh – was könnten dann die anderen über mich denken……. Und vor lauter Denken & Co köchelt die Freude, diese tiefe innere Freude, auf Sparflamme.

Stell Dir mal eine Welt vor, in der viele viele Menschen ganz viel von dem machen was ihnen und anderen FREUDE macht. Stell es dir einmal vor! Einfach nur mal so…….

Fortsetzung folgt…..

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Gestern habe ich über den Preis der Lebensfreude geschrieben, daraufhin antwortete Anja auf facebook:

„Der Preis ist jeden Moment genießen, glücklich zu sein.“

Liebe liebe Anja, wie wahr wie wahr.

Jeder Moment ist Lebensfreude, auch wenn es sich vielleicht einmal nicht so anfühlt. Dann ist das Fühlen der Moment und diesen gilt es zu genießen und in diesem glücklich zu sein. Es gefällt mir, wenn andere meine Gedanken weiter spinnen und wir uns dadurch selbst in unserer Freude näher kommen.

Der Preis ist dann einfach der Moment, egal wie er ist.

DANKE liebe Anja!