Please hold the line…..

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Letzten Samstag, viel Regen und Schneeregen. War mit Yannick und Lumpi verabredet. Also Yannick ist ein befreundeter Jugendlicher und Lumpi der Hund von Evi, meiner Vermieterin.

Mit Lumpi ziehe ich seit zwei Monaten täglich um die Häuser und Yannick treffe ich ab und zu. Wir mögen uns alle drei und so verbrachten wir einen ganzen Tag miteinander. Raus aus der Stadt, auslüften. Egal wie das Wetter ist, wir wissen ja, es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung, hihihi……

Zum Starnberger See hat es uns gezogen, da kann Lumpi frei laufen was er einfach liebt. Der ganze Hund ist dann einfach nur Freude, er läuft und springt und die Öhrchen fliegen.

Lumpi folgt mir aufs Wort, ganz ohne Leckerli, also ohne Belohnung und Bestechung. Ich möchte einfach, dass er frei laufen kann und hört. Auf Beziehungsebene. Funktioniert ganz einfach auch wenn ich wenig Ahnung von Hunden habe.

Yannick liebt Hunde und so gerne hätte er auch einen. Und zu gerne wollte er, dass Lumpi auch auf ihn hört. Also haben wir ein Experiment gestartet: Ich habe Yannick erklärt und gezeigt wie ich es mache. Dann sind wir unterschiedliche Wege gegangen, Yannick und Lumpi mehr am Ufe, ich etwas höher den Weg entlang.

Lumpi folgte Yannick, dann lief er wieder zu mir, dann hat Yannick wieder gerufen, war enttäuscht, weil Lumpi immer wieder zu mir gerannt ist. Und dann habe ich es selbst erst so richtig verstanden was ich bisher eher intuitiv gemacht habe.

Es geht darum, ganz wach und achtsam zu sein, sich auf den freilaufenden Hund zu fokussieren und eventuelle Gefahren durch Radlfahrer oder Autos rechtzeitig zu bemerken. Immer wieder den Hund mit Namen rufen, also Kontaktaufnahme, Beziehung. Dann den Hund loben und streicheln, also positive Wertschätzung und Körperkontakt. Dann saust er wieder los, ihn wieder rufen, loben, streicheln. Yannick hat das eine ganze Zeit geübt und er war so stolz, als es klappte. Zwischendurch kam der Hund oder vielmehr das Hündchen wieder zu mir gedüst. Dasselbe Spiel, Beziehung, Loben, Streicheln. Dann hat Yannick ihn wieder gerufen usw. Den ganzen Rückweg haben wir uns damit beschäftigt. Die zwei Herren waren glücklich mit diesem Spiel und ich habe mit einem Mal mit diesem Bild, diesem Beobachten, etwas wesentliches verstanden.

So ist es auch mit unserem Inneren, mit unserem Herzen, unserer Liebe und Freude und Begeisterung.

Ich richte mich immer und immer wieder nach innen aus, halte den Fokus. Rufe mein Inneres, sage „Hallo ich weiß dass du da bist“, baue also eine Beziehung auf. Wir gehen eine Weile miteinander, ich drücke meine Wertschätzung aus „Schön dass du da bist“ und lege meine Hand aufs Herz, also Körperkontakt.

So wie ich es mit dem Hund ganz automatisch und intuitiv mache, so kann ich es auch mit meinem Inneren halten, ich halte die unsichtbare Leine aufrecht über Beziehung, Wertschätzung und Körperkontakt.

Beim Hund bin ich die ganze Zeit präsent und achtsam. Will ja nicht dass ihm etwas passiert.

Und verstehe dass es mit meinem Inneren genauso ist:

Es ist meine Aufgabe und Verantwortung zu führen!! Mein Inneres zu führen!

Will ja dass es mir und uns gut geht, wir die Freude halten – auch wenn es mal „gefährliche“ Situationen gibt. Halte die unsichtbare Verbindung und freue mich dass es uns gibt.

Dies ist ein Bild für eine bewusstes permanentes Üben im Alltag und ich bin so was von froh und dankbar, dass wir diesen nassen Ausflug gemacht haben und ich diese wichtige Erkenntnis sehen und erleben durfte.

Pleas hold the line!

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Mitten im nebligen November… Mohnblumen

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Grau war es gestern, grau, feucht, kalt, neblig. Eigentlich ein Tag für Sofa und Tee. Habe mich dann doch aufgemacht zum Mohnblumenfeld auf dem Königsplatz. Bin schon vorgestern im Dunkeln über den Platz gefahren und sah rechts und links nur einen roten Schimmer, das wollte ich mir denn doch auch bei Tag anschauen.

Der Königsplatz in München, griechische Säulen und Museen mit antiker Kunst. Aufmarschplatz im sog. Dritten Reich. Rumpelnder Verkehr auf dem nassen Kopfsteinpflaster. Viel Gas geben und runter bremsen. Hektisch, aggressiv.

Und auf dem Rasen rechts und links der Straße – tanzende Mohnblumen. Eine Kunstinstallation vom Aktionskünstler Walter Kuhn zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren.

Mich berühren die Mohnblumen aus Seide. Sind ganz offen, aufgeblüht und zeigen im Innersten ihre dunkle Seite. Schatten der Vergangenheit, Angst, Dunkelheit. Auf diesem geschichtsträchtigen Platz öffnen sich die Herzen vieler Menschen, ich kann das beobachten. Never again – nie wieder Krieg. So ein großer Wunsch nach Frieden, so eine Sehnsucht nach einem neuen Wir. Und gleichzeitig wissend, dass es in jeder und jedem von uns auch diese dunkle Seite mit all ihren Gefühlen gibt. Dunkelheit bis hin zur Depression.

Die Mohnblumen bewegen sich leicht und tänzelnd im Wind, Kinder tanzen um sie herum, spielerisch und juchzend. Ich merke, dass es jetzt hier an dieser Stelle eine Entscheidung von mir braucht. Gebe ich mich den Schrecken hin oder entscheide ich mich bewusst für die Freude. Selten war mir das so klar wie in diesem Moment.

UND jeder Moment verlangt uns eine bewusste Entscheidung ab, jeder Gedanke, jedes Gefühl. Führe ich mit Gedanken, Worten und Werken Krieg gegen mich selbst und andere ODER bemerke ich diesen Vorgang UND entscheide mich für das, was ich wirklich will?

Mir ist es dann nach einem Capu und so begebe ich mich ins Cafe Ella im nahen Lenbachhaus. Rappelvoll, italienische Musik. Nebenan die Bilder von Gabriele Münter und Wassily Kandinsky. Die Kunst des Blauen Reiters, die ganz neue Wege des Sehens und Verstehens aufzeigte. Verfemt und verfolgt. Heute ein Publikumsrenner. Sitze in dem Gewühle und nehme einfach wahr, wie sich an diesem einen Punkt im Herzen der Stadt alle Energien treffen, vermischen, durchdringen. Und so wie es im Außen wurrlt so ist es oftmals auch in mir. Bis ich es bemerke und wieder Ruhe und Freude in das Durcheinander bringe.

Vertreibe mir die Zeit bis zum abendlichen Konzert mit Lesen. „Wer wir sein könnten“ von Robert Habeck. Darum geht es wohl. Wenn so viele wissen, was sie nicht wollen, never again, dann ist es doch jetzt an der Zeit, am besten gemeinsam darüber nachzudenken wer wir sein könnten. Als einzelnes Wesen und als Gemeinschaft. Was WIR wollen.

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Später in der Himmelfahrtskirche gibt es schon eine Antwort. Eine evangelische Kirche mitten in Sendling, hell und licht und kreisförmiger Bestuhlung. Nirgends hängt ein toter Jesus herum, ich bin beeindruckt. Im Ostchor die Orgel, Ausrichtung auf Musik und Zimbelstern, hell klingende Freude. Oh wie schön!

Und dann eine wunderbare Aufführung der Friedensmesse von Karl Jenkins. Im Kreis sitzen und sich von einer Idee, Vision des Friedens berühren, anklingen lassen.

Hätte am Morgen wirklich nicht gedacht, dass so ein grauer nebliger Novembersonntag so schön und heiter und erhellend sein kann.

Licht im Dunkel.

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Dunkel wars, der Mond schien helle…..

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Spätnachmittag letzten Sonntag. Habe noch etwas Zeit bevor ich bei einer Freundin zum Abendessen eingeladen bin. Also noch auf einen Capu in nein geliebtes Cafe Noel nahe des Weißenburger Platzes. Voll ist’s im Cafe, brechend voll, heitere Sonntag-Nachmittag–Stimmung. Vergesse fast die Zeit…..

Zurück zum Auto wieder über den Weißenburger Platz, es dämmert, blaue Stunde. Ein Zauber liegt über dem Platz und den Holzbuden für den Weihnachtsmarkt. Lichterketten in jedem Baum und über allen Wipfeln und Häusern der Mond. Bleibe stehen und staune über diese Schönheit des Lichts.

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Andere bleiben auch stehen, Kinder brechten in Jubelrufe aus. Ist jetzt schon Weihnachten?

So ein tiefer freudiger Frieden über dem Platz, so wie vielleicht erst wieder am späten Heilig Abend. Einfach nur Licht und Funkeln und Staunen und Freude. Weihnachtliche Freude, bevor der Trubel und Hüttenzauber losgeht.

Ach wie sehr liebe ich doch diese unverhofften Glücksmomente.

 

Weimarsche Inspirationen

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Vor einer Woche war ich in Weimar auf einer Tagung zum Thema „Inklusives Wohnen und Leben in Gemeinschaft“ – eine tolle Veranstaltung veranstaltet vom FORUM Gemeinschafliches Wohnen und gefördert vom  Familien- und Sozialministerium in Berlin. Um die 100 Menschen aus der ganzen Republik um sich über ihre konkreten Ideen und Projekte auszutauschen und neue Ideen zu entwickeln.

Inklusion und Gemeinschaft – meine Themen seit ich denken kann. Immer wieder probiert, immer wieder gelebt, auch mal gescheitert, manchmal auch verzweifelt weil ich mich so alleine gelassen fühlte mit meinen Visionen. Und mit einem Mal tut sich was in der Republik, immer mehr Menschen machen sich auf den Weg nach neuen Formen des Miteinanders, probieren es einfach aus, in neuen leichten spielerischen Formen.

Bin dann noch über Nacht in Weimar geblieben, habe das Städtchen auf und ab zu Fuß erkundet. Geprägt durch die Herren Goethe und Schiller und die Anna-Amalia-Bibliothek.

War dieses Mal auch im Goethehaus, hatte die Räume am Morgen für mich, konnte das Treiben und Schlampansen im Haus am Frauenplan förmlich riechen und hören. Meine Lust auf Neues und Gestalten, auf Leben und Ausprobieren ist wieder richtig erwacht. Inspiration pur.

Und dann schickte mir vor ein paar Tage eine Freundin diese Zeilen von Goethe:

„Jeder käme und bliebe nach Belieben, könnte nach Herzenslust Gäste mitbringen. Die Zimmer sollen von sieben Uhr an geöffnet, erleuchtet, Thee und Zubehör reichlich bereit sein. Man triebe Musik, läse vor, schwatzte. Alles nach Neigung und Gutfinden.“

Genauso stelle ich sie mir vor, die Herbergen der Freude. Sei es nun ein Cafe oder eine Schule, eine Firma oder ein Altersheim, ein Rathaus oder Kaufhaus.

War doch wirklich gut, dass ich mich nach Weimar aufgemacht habe – und Danke Peter dass du mich losgeschickt hast.

Für mich ist jeder Tag Sonntag

Heute morgen in der Küche. Evi, meine Vermieterin stellte fest dass ich ein Kleid trage und wollte wissen, ob ich das tue weil Sonntag ist. Ehrlich gesagt, ich hatte grad nichts anderes im Schrank, alle anderen Oberteile waren noch auf der Wäscheleine. Ich fand diese Beobachtung interessant, weil ich mich schon lange nicht mehr danach richte, welcher Tag ist. Ich ziehe das an, was mir gefällt, worin ich mich wohlfühle, was meine Gestimmtheit unterstützt oder eben auch was noch gerade im Schrank hängt.

Was bedeutet eigentlich Sonntag für mich? Fühlt sich dieser Tag irgendwie anders an als die anderen Tage?

Auf jeden Fall war es heute Morgen beim Spazierengehen mit dem Hündchen sehr ruhig, andächtige Morgenstille in der Stadt. Ein paar Jogger unterwegs, ein paar Hunde-Gassi-Geherinnen, ein paar Fahrradfahrer mit Semmeltüten unterm Arm.

Und ich habe heute „frei“, sprich keine geschäftigen Termine. Ein Telefonat mit einem guten Freund am Vormittag und abends Kochen mit meiner Pflegetochter, die mir in den letzten Jahren zu einer Freundin geworden ist. Dazwischen Schreiben, Musik hören, Stricken, Teechen trinken.

Heute Morgen antwortete ich spontan: „Für mich ist jeder Tag Sonntag“. Und es stimmt wirklich, ich gehe jeden Tag wie einen Feiertag an. Freue mich dass es mich gibt, freue mich dass ich gesund bin, freue mich über die überreichen Geschenke des Lebens, freue mich über die wirklich tollen Menschen in meinem Leben. Da ist einfach Freude, Dankbarkeit, Berührtheit im Herzen.

Nicht jeden Tag gelingt es mir, den Tag als Feiertag zu gestalten, vergesse es manchmal im Laufe des Tages. Ist nicht schlimm. Auf die Bewusstheit und Achtsamkeit kommt es doch an. WIE stehe ich im Leben, wie stehe ich dem Leben und den Lieben gegenüber, wie ist meine Haltung zum Leben.

Im besten Falle gelingt es mir, die morgendliche Feiertagsstimmung den ganzen Tag über zu halten, dann merke ich schon selbst, wie ich vor mich hingrinse und mich nichts erschüttern kann. Einfach den ganzen Tag nur großes Wohlwollen und Warmherzigkeit. Das sind dann wirkliche Sonn-en-tage, egal ob es nun Sonntag oder Mittwoch ist.

Und auch die Werktage wollen im Grunde wie Feiertage gestaltet werden. Jedes Werk und Werkeln eine Feier des Lebens, eine feierliche Tat der Freude.

In welchem Rhythmus und Bewusstsein lebst du?

 

…es tanzt…

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Letztens war ich mal wieder bei Bea zu einer Session in ihrem neuen Kunstsalon. Sie – also Bea -besitzt die wunderbare Gabe, durch ihre künstlerischen Angebote das Innere im Außen sichtbar zu machen.

Erst mal kam gar nichts. Einfach nichts. Leere. Stille. War fast enttäuscht, nachdem ich schon die tollsten Sachen bei ihr und mit mir erlebt hatte.

Nichts.

Bis ich plötzlich Lust auf Farben verspürte. Lust auf ein sanftes Türkis. Es war einfach nur dieser Impuls da, bin ihm vertrauensvoll gefolgt.

Farbe, Wasser, Stempel.

Irgendwann sagte Bea dann so nebenbei: es tanzt…….

Gut beobachtet, sehr gut beobachtet. Da war sie wieder – die Lust auf Tanzen und Freude. Spielte einfach weiter mit den Farben und Texten und es zeigte sich immer tiefer, wo mein Weg nun weitergeht – nach diesem ereignisreichen Sommer, der mein ganzes Leben vollkommen auf den Kopf gestellt hat, wo nichts mehr so ist wie es mal war.

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Fühlte mich mit einem Mal wieder leicht. Habe das ES einfach tanzen lassen, aus mir tanzen lassen. Heiter und beschwingt.

Dann mit einem Mal der Impuls „Kretisches Labyrinth“. Vor vielen Jahren – im Rahmen der Meditationstanz-Ausbildung – haben wir uns sehr viel mit dem Symbol „Labyrinth“ beschäftigt. Der suchende Mensch auf der Hinwendung nach innen und zu sich selbst. Wir können immer wieder nur uns selbst finden. In uns. Viele Wendungen und Erfahrungen, Glücksmomente, Scheiterin, Lieben, Lachen, Weinen. Freude und Schmerz.

Bis wir erkennen, wahrhaftig erkennen, wer wir sind.

In meinem allertiefsten Inneren weiß ich, dass ich Freude und Liebe bin. Die meiste Zeit vergesse ich es, ist es mir nicht bewusst. Und dann gibt es eben so manche auch mal unangenehme Lernerfahrung.

Und dann ist da wieder ein Ankommen in der Freude, im Tanz, im großen Spiel des Lebens. Lasst uns doch tanzen und lachen und singen und hüpfen und spielen und lieben. Das ist es doch, was fast jede und jeder von uns möchte. Also – ich bin dabei!

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http://beatrixrautenberg.de/kurse/

 

…und nun?

Ein langer Sommer geht zu Ende, mein langer Münchner Sommer mit so vielen Wendungen, Ereignissen, Erlebnissen, Wundern…… und nun?

Habe inzwischen ein Zimmer bei einer älteren Dame bezogen, führe täglich das Hündchen aus, das Draußensein tut mir gut. Alles andere wird sich finden.

Mein Aushilfsjob bei Vollcorner ist beendet, ich habe diese Tätigkeit an der Kasse geliebt, diesen Umgang mit so vielen netten Kundinnen und Kunden. So viele Menschen, die bewusst in der Freude und Zuversicht leben.

Bin mir immer klarer darüber, dass ich in Gemeinschaft leben möchte, in einer liebevollen offenen Gemeinschaft. War letztens auf einer Tagung in Weimar zum Thema „Inklusiv wohnen und in Vielfalt und Gemeinschaft leben“. Einfach toll, wenn 100 Menschen aus der ganzen Republik zusammen kommen und sich über neue Formen von Leben in Gemeinschaft austauschen. Und ich fühle mich in meiner Idee bestätigt, dass es gut und schön ist in Gemeinschaft zu leben.

…und nun?

Bin einfach dankbar für alles was in diesem Jahr an wunderbarem geschehen ist, dankbar für die Menschen die an meiner Seite waren und sind. Wenn ich über diesen Sommer schreiben oder einen Film drehen würde, dann würde alle sagen „Was für eine schöne Geschichte, doch im wirklichen Leben gibt es das nicht“.

Oh doch, sehr wohl gibt es das! Und werde auch darüber schreiben.

Eine Freundin, deren Küche ich gerade als mein „Büro und Schreibzimmer“ nutzen darf, sagte heute zu mir: „Du bist so etwas wie eine Freudebringerin!“ Stimmt – so fühle ich mich auch oft.

…und nun?

Was mache ich daraus?

Immer dann wenn ich über diese Frage nachdenke, ist irgendwie nur Leere in meinem Kopf. Ich kann nichts daraus „machen“, weil ich es ja bin. Und auch sein will.

…und nun?

Freudebringerin. Egal wo und wie und mit wem. Bringe durch mein Sein Freude zu Menschen und Tieren, bringe sie zu ihnen und in ihr Leben.

Einfach so, von Moment zu Moment. Ohne etwas zu wollen, einfach sein.

Das gefällt mir!

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MehrFreude 37

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Gestern fragte mich Barbara, ob es mir eigentlich etwas ausmacht, das Umherziehen. Meine erste spontane Antwort: „Nein überhaupt nicht, es gefällt mir sogar!“

Interessanterweise hatte ich morgens genau darüber schon geschrieben. Es gefällt mir wirklich, immer wieder bei anderen Menschen zu leben, ihnen in meiner Präsenz und Freude zu begegnen und eine zeitlang das Leben miteinander zu teilen. Und einfach zu sehen und fühlen was sich daraus ergibt. An wirklich erstaunlichem ergibt. Wie sich Freundschaften wandeln und weiter entwickeln. Hin in die Freude und Liebe zum Leben und zu sich selbst.

37 – in der Numerologie ist diese meine Lebenszahl und steht für schöpferische Kreativität und Zuversicht, Ausdruck und Feingefühl, Vertrauen und Offenheit. Als ich mich Ende April nach München aufgemacht habe und wirklich keine Ahnung hatte, ob und wie es mit mir weitergeht, hätte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen können, dass mein Leben wieder so bunt und schön sein kann, soviel Freude und Hingabe in mir sindund ich jeden Moment wirklich dankbar genieße. Selbst wenn es mal knirscht und nicht ganz rund läuft. Und auch wenn ich im Außen mein Quartier noch nicht gefunden habe, so habe ich doch mein Zimmer in mir wieder bezogen. Sozusagen meine innere Herberge der Freude.

Und so ziehe ich getrost voller Vertrauen und Zuversicht mit Koffer und Laptop weiter zur nächsten Station, wer weiß schon welchen Sinn das alles hat. Und wenn es nur der ist, ganz im Moment zu sein und der Freude einen weiten Raum zu geben.

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MehrFreude 36

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In München gibt es ein kleines Cafe namens Erika. Hatte mich irgendwie angesprochen, weil mein zweiter Vorname Erika ist, nach meiner Patentante.

War vor ein paar Wochen dort in der Senserstrasse, in dem sich zwei Fraeuen ihren Wunsch von einem Cafe erfüllt haben. Erinnert mich a bisserl an die beiden Frauen von der Kaffeewirtschaft in Ohlstadt. Gemeinsam ist ihnen die Freude an leckeren frischen selbstgemachten Produkten, äußerst wohlschmeckend und liebevoll zubereitet.

In besagtem Cafe Erika fand diese Woche eine Lesung mit Anika Landsteiner statt, sie stellte ihren Debütroman vor „Mein italienischer Vater“.

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Einfach nur schön! Eine junge Frau, die gerne reist und darüber auf ihrem Blog http://www.anidenkt.de schreibt. Aus ihren Reisen und ihrer schon immer vorhandenen Freude am Schreiben ist zuerst ein Sachbuch und nun ihr Debütroman entstanden.

Souverän wirkt sie auf mich, klug, offen, ehrlich.

Erzählt vom Prozess des Schreibens und wie die Protagonistin und die Figuren entstanden sind, wie sie ein Eigenleben aus ihr heraus entwickelt haben. Obwohl es eine ausgedachte Geschichte ist, liebt sie ihre Protagonistin und Figuren.

Ich lausche ihrer kraftvollen klaren Stimme und kann mich beim Zuhören hineinversetzen in das Gefühlsleben ihrer Figuren und auf jeden Fall will ich dieses Buch lesen – im Winter. So wie ihr Roman im Winter in Italien spielt, zu einer Jahreszeit in der der Süden so ganz anders ist als der Sommer. Dieses Winterfeeling kenne ich von meinen Winterreisen nach Griechenland……

Lasse mich von Anika’s Schreibfreude anstecken und an meinem eigenen Roman weiterschreiben, egal was sonst so los ist im Leben. Manchmal kommt mir mein Leben selbst ja wie ein Roman vor, hihihi…..

Für alle die gerne auf innere und äußere Reisen gehen – mümmelt euch auf dem Sofa ein und lest und erlebt und freut euch einfach über dieses manchmal seltsame und doch so wunderbare Ding von Leben.

https://www.facebook.com/search/str/ani+denkt./keywords_search

https://lauraseiler.com/170-podcast-wie-du-deine-kreativitaet-fuer-eine-tiefere-selbsterkenntnis-nutzen-kannst/

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MehrFreude35

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Sommer ade.

Einmal musste es noch in diesem Sommer sein – Schwimmen in meinem geliebten See. Im Schatten liegen und durch die Bäume den Himmel betrachten und mein Herz weit öffnen. Wärme -Freude – Wohlbefinden.

Hinausschwimmen, staunen über 22 Grad Wassertemperatur. Bin so glücklich wie ein Fisch im Wasser eben nur glücklich sein kann.

Mache es wie Frederik: Sammel Sonnenstrahlen, Wärme, Plätschern, Kiefernduft, Wespengesumms, das Lachen spielender Kinder.

Nehme alles in meinem Herzen mit in den Herbst, dehne die Freude in mir aus. Ganz egal was und wie es ist.

Sommer ade.

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