Schreiben

Was für ein Glück als ich in der Schule endlich lesen und schreiben lernen durfte, das hat mich und mein Leben verändert – schon als Kind. Im Schreiben konnte ich alles ausdrücken, was ich mich sonst nicht sagen traute. Ich liebte Deutsch und Aufsätze, das Spielen mit den Worten und dem Finden allerschönster Adjektive. Schrieb mit 7 Jahren mein erstes Buch mit Petzi-Geschichten, mit 11 Jahren das Jahresbuch Kunterbunt, welches noch bei mir ist. Der Kommentar von Frau Lanig, meiner damaligen Deutschlehrerin: „….. so ist Dir gelungen, das der Leser Dein Buch gern und mit Neugier liest. Am besten gefällt mir, wie Du dreimal über den Herbst schreibst, das ist mal etwas Besonderes, Ein lesenswertes Buch!“

Kein Mensch ist damals auf die Idee gekommen, dass in mir eine Schreiberin oder Dichterin verborgen ist, niemand im Außen und ich am allerwenigsten. Habe mich später für ein Leben als Pädagogin entschieden, war darin wirklich gut, erfolgreich, hilfreich und heilend. UND habe immer das Schreiben geliebt – und wenn es Entwicklungsberichte oder Stellungnahmen fürs Jugendamt waren. Mit Hingabe mich einfühlen in einen Menschen oder eine Situation und es poetisch und mitfühlend aufs Papier bringen. Das macht mich glücklich, es ist der Prozess des Schreibens an sich, der mich erfüllt.

Mit fünfzig war es dann vorbei mit der Pädagogin, es wollte etwas Neues aus mir entstehen. Habe so manches ausprobiert, bis hin zu Buchhaltung in einer italiensichen Modefirma und die Gründung eines Ausbildungsprojektes für junge Menschen mit geistiger Behinderung. Hat mir alles Spaß gemacht, besonders das Schreiben von Anträgen und die sich einstellenden Erfolge. Konnte Menschen mit meiner Art und Weise begeistern und infizieren. Das kann ich auch heute noch, doch immer mehr drängt sich das Schreiben in den Vordergrund. Nicht nur für mich oder Berichte und Anträge schreiben, sondern mich mit meiner Schreiberei als höchste Form von Selbstausdruck im Außen zu zeigen.

brav – brave – mutig

Im September 2014 habe ich mich dann getraut und meinen Blog gestartet. Bin immer tiefer in die Freude und ihre transformatorische Kraft eingetaucht. Üben im Selbstausdruck und der eigenen Sprachform. Wortspielereien. Worte zerlegen und sich – ruckzuck – durch etwas hindurcheiern.

Mutig sind daraus Ideen für Buchprojekte entstanden, an denen ich gerade schreibe.

UND ich schreibe gerne für Dich oder über Dich. Sehe Dich so wie Du bist und kann es leicht und spielerisch in Worte fassen. Neulich sagte die Besitzerin von Milou (einer Katze die ich ein paar Tage gesittet habe): „Noch nie hat jemand so poetisch über unsere Milou gesprochen.“

Das kann ich auch Dir bieten.